FAZ plus ArtikelZwei neue Großwettbewerbe

Wie der saudische Kronprinz den Fußball revolutionieren will

Von Michael Ashelm und Rüdiger Köhn
 - 06:22

Der Kronprinz von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, soll mit hinter dem 25 Milliarden Dollar schweren Angebot für den Internationalen Fußball-Verband (Fifa) stehen. Das hat die F.A.Z. erfahren. Es geht um ein Konsortium, das zusammen mit der Fifa für zwei neue Großwettbewerbe gegründet werden soll – dazu gehört eine mächtig aufgewertete Weltmeisterschaft für die besten Klubmannschaften der Welt. Die soll statt des Confederations Cup alle vier Jahre immer ein Jahr vor dem üblichen WM-Turnier für Nationalmannschaften stattfinden. Durchgesickert war zuletzt schon, dass der japanische Tech-Konzern Softbank angeblich ebenfalls zu den Investoren gehört. Dahinter steht Masayoshi Son, der reichste Mann Japans. Es gebe zudem weitere Interessenten aus China und den Vereinigten Staaten.

Bisher unveröffentlichte Dokumente zeigen neue Hintergründe des Deals. Nach F.A.Z.-Informationen wird das vorgesehene Konsortium, an dem die Fifa 51 Prozent und die Investoren 49 Prozent halten sollen, gerade vom britischen Finanzinstitut Centricus aufgebaut. Von der Garantiesumme über 25 Milliarden Dollar der Investoren für die neuen Wettbewerbe zwischen den Jahren 2021 und 2033 fallen auf die Klub-WM 12 Milliarden Dollar und auf die Global Nations League mit Nationalmannschaften 13 Milliarden Dollar. 75 Prozent der 12 Milliarden werden an die teilnehmenden Vereine ausgeschüttet. Der Rest wird an den gesamten Fußball verteilt. Die wirtschaftlich stärksten Klubs, Manchester United, Real Madrid, der FC Barcelona, Manchester City, Paris Saint-Germain, Juventus Turin und auch der FC Bayern sollen am Mittwoch in der Züricher Fifa-Zentrale vom Weltverbandspräsidenten Gianni Infantino informiert worden sein, berichtete die „New York Times“.

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Quelle: F.A.Z.
Michael Ashelm
Redakteur in der Wirtschaft.
Rüdiger Köhn
Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.
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