FAZ plus ArtikelMarsch der Allergien

Was wirklich gegen „Heuschnupfen“ hilft

Von Felicitas Witte
 - 10:20

Vielleicht liegt es an der Gesundheitspolitik, dass Menschen mit Heuschnupfen oft so wenig über ihre Krankheit wissen. 15 Euro pro Quartal bekomme ein Hautarzt von der Krankenkasse für das Gespräch, erzählt Jörg Kleine-Tebbe, Hautarzt und Allergologe in Berlin. „Das langt überhaupt nicht, um den Patienten ausführlich zu informieren. Entweder zahlt man als Arzt drauf, oder man erklärt nur das Nötigste.“ Ihn wundere es nicht, wenn die Patienten zum Heilpraktiker gingen oder sich in der Apotheke informierten. „Dort bekommen sie alle möglichen Mittelchen, aber weder eine vernünftige Diagnose noch die passende Behandlung.“

Heuschnupfen – allergische Rhinitis – ist eine Volkskrankheit geworden. Jeder vierte Europäer leidet darunter, Tendenz steigend. Weshalb, das ist Spekulation. Klar ist: Eine Neigung zur Allergie kann vererbt werden. Ob sie aber wirklich ausbricht, bestimmen Faktoren in der Umwelt – und die haben sich in den letzten Jahren geändert: Schadstoffe, Klimaveränderungen, die Ernährung oder weniger Kontakt mit Keimen in der frühen Kindheit. Letzteres kann dazu führen, dass das Abwehrsystem ungenügend trainiert wird.

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Quelle: F.A.Z.
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