Harte Schale, weißer Kern

Von GEORG RÜSCHEMEYER
Foto: Getty

09.02.2018 · Vom tropischen Reiseproviant zum Trendgetränk und vermeintlichen Superfood: Die Erfolgsgeschichte der Kokosnuss.

V ielleicht hatten Kapitän und die Mannschaft der „Providencia“ zu sehr dem Rum zugesprochen, den sie in Havanna an Bord genommen hatten. Das Wetter war jedenfalls nicht schuld, als die spanische Zweimast-Brigg am Morgen des 9. Januar 1878 vor Florida auf Grund lief. Das Schiff war hinüber, der Strand aber glücklicherweise nah. Die Crew bepackte das Beiboot und ruderte an Land, wo bereits ein Trupp Siedler wartete. Sie hatten sich wenige Jahre zuvor in der Region um die Lake-Worth-Lagune niedergelassen und freuten sich über die Abwechslung. Bei Wein und kubanischen Zigarren wurde es lustig, manche Quellen sprechen von einer regelrechten Strandparty, die erst endete, als die Seeleute zwei Wochen später von einem vorbeifahrenden Dampfer nach Key West mitgenommen wurden.

Zurück blieb ihr aufgegebenes Schiff und seine Ladung: 20.000 Kokosnüsse aus Trinidad. Die damals noch von der Hand in den Mund lebenden Siedler machten sich sofort ans Werk, pflanzten allerorten Kokosnüsse ein und begründeten damit den einzigen dauerhaften Bestand von Cocos nucifera auf dem Festland der Vereinigten Staaten. Die bis zu 30 Meter hohen, schnell wachsenden Schopfbäume boten Schatten und eine willkommene Ergänzung des kargen Speiseplans.

Die Verbreitung der Kokosnuss

Von den Orten ihrer ersten Kultivierung gelangte die Kokosnuss durch Seefahrer an alle tropischen Küsten. Den Anfang machten Sprecher austronesischer Sprachen. Dafür, dass sie tatsächlich bis nach Amerika kamen, gibt es außer Kokosgenen keine belastbaren Indizien. F.A.Z.-Karte Sieber

Die Havarie der „Providencia“ war nicht das erste Mal, dass die Kokospalme per Schiff zu neuen Ufern kam. Wie Kartoffel, Apfel oder Mais gehört sie zu jenen Pflanzen, denen erst der Mensch zu einer Weltkarriere verhalf. Ihren Ursprung hat die hochwüchsige Spezies aus der Familie der Palmengewächse in Südasien (siehe Karte). Dabei bildeten sich schon früh zwei genetisch deutlich unterscheidbare Subpopulationen: eine indische und eine südostasiatische. Die evolutionäre Spezialität beider ist ihre Frucht, die botanisch gesehen keine Nuss ist, sondern eine Steinfrucht. Die sogenannte Kokosnuss ist also das Pendant eines Pfirsichkerns, der von innen mit weißem Nährgewebe ausgekleidet ist. Der Hohlraum darin ist bei unreifen Nüssen noch komplett mit Kokoswasser gefüllt – eine Nährflüssigkeit für den Keimling, der durch eine der drei Keimporen am stumpfen Ende seinen Weg aus der extrem harten Samenschale findet.

Foto: Picture Alliance

Das eigentliche Erfolgsgeheimnis dieser Frucht ist jedoch die äußere Samenhülle, die unseren Supermarktnüssen fehlt. Sie besteht aus einer nach außen ledrig abgedichteten Faserschicht und erlaubt es der reifen Kokosnuss, auf dem Meer schwimmend lange Strecken zurückzulegen. Einmal angespült, treibt der salztolerante Keimling schnell Wurzeln in den Sand und produziert, wenn alles gutgeht, nach wenigen Jahren die ersten Früchte, die ihrerseits ins Meer kullern.
Auf diese Weise können sich Kokosnüsse von Insel zu Insel ausbreiten. Doch ihre Reichweite ist begrenzt. „Ohne das Zutun des Menschen lässt sich die heutige pantropische Ausbreitung der Kokospalme jedenfalls nicht erklären“, sagt der Pflanzengenetiker Luc Baudouin vom französischen Agrarforschungsinstitut Cirad in Montpellier, der 2011 im Fachjournal PLOS One zusammen mit Kollegen die bisher umfassendste Genanalyse der globalen Kokosnuss vorlegte. Demnach nutzte der Mensch die nahrhaften und haltbaren Früchte bereits in prähistorischer Zeit und begann mit der züchterischen Auslese. Die einfacher abzuerntenden Zwergformen der Palme entstanden Baudouins Daten zufolge aber erst vor wenigen Jahrhunderten. Da war die Kokospalme für viele Völker Südostasiens schon lange zum „Baum des Lebens“ geworden. Er liefert nicht nur Nahrung, sondern auch Baumaterial. Aus den Stämmen entstehen Boote und Häuser mit Dächern aus geflochtenen Palmblättern; die Fasern der Samenhülle lassen sich zu Garnen und Seilen verarbeiten.

Kokosseile halten auch die hochseetauglichen traditionellen Katamarane der Polynesier zusammen. Vermutlich mit ähnlichen Booten erreichten deren Vorfahren vor 3000 bis 4000 Jahren, von Asien kommend, die Inselgruppen im offenen Pazifik und breiteten sich anschließend immer weiter aus, im Westen bis nach Madagaskar, im Osten bis nach Hawaii und zur Osterinsel. Immer mit dabei: die Kokosnuss. Später brachten indische und arabische Seefahrer die Kokospalme auch an die Küsten Ostafrikas.


Kokosnuss ist nicht gleich Kokosnuss

Nussige Vielfalt: Das „Tall“ oder „Dwarf“ in den Sortennamen bezieht sich nicht auf die Größe der Nüsse, sondern auf die ihrer Palme. „Dwarfs“ werden eher unreif als Trink-Kokosnüsse genutzt, „Talls“ zur Gewinnung getrockneten Kokosfleischs (Kopra). Die Niu afa ist mit bis zu 40 Zentimeter Fruchtdurchmesser die größte Kokos-Sorte.

  • Die „Niu afa Tall“ aus Westsamoa macht was her. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Die „Rennell Tall“ wächst auf den Solomonen. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Eine „Papua Yellow Dwarf“ aus Papua-Neuguinea Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • „Rotuman Tall“, eine sorte von den Fiji-Inseln Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Eine „Spicata Tall“ aus Westsamoa ist leicht zu erkennen. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • „Cameroon Red Dwarf“ heißt diese Sorte aus Afrika. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Die „Madang Brown Dwarf“ aus Papua-Neuguinea Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • „Tahiti Red Dwarf“ aus Französisch-Polynesien Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Die „Kappadam Tall“ aus Indien liefert viel Fasern. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • „Tagnanan Tall“, ein Riese von den Philippinen Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Die „Vanuatu Tall“ aus dem Inselstaat gleichen Namens Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Der „Malayan Yellow Dwarf“ ist aus Malaysia... Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • ...und der „Malayan Tall“ ebenfalls. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • „Micro Laccadives Tall“ heißt diese indische Nuss. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Viel drin ist in der philippinischen „Tampakan Tall“. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Die „Tall Mensah“ kommt von der Elfenbeinküste... Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • ...die „Tall Akabo“ ebenfalls. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • „Tall Ambakelle“ ist eine Kokos-Sorte aus Sri Lanka. Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Die Sorte „Comoro Moheli Tall“ von den Komoren Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP
  • Eine „Tuvalu Tall Fuafatu“ aus dem Südwestpazifik Foto: Bourdeix, Johnson & de la Presa 2017/CIDP

Um die Zeitenwende hätte es die Kokosnuss nach Europa schaffen können. Im antiken römischen Hafen von Berenike am Roten Meer, einem Umschlagsplatz des Handels mit Indien, fanden Archäologen zahlreiche Kokosnussschalen. Vermutlich stammten sie aus dem Proviant indischer Seeleute oder wurden von am Hafen lebenden Landsleuten verzehrt. Doch offenbar wussten die Römer in Berenike mit den Exoten nichts anzufangen – vielleicht war ihnen einfach das Aroma ihres nach langer Seereise kaum mehr ganz taufrischen Fruchtfleischs zuwider. Jedenfalls gibt es keinerlei Hinweise, dass es Kokosnüsse jemals weiter in Richtung Rom geschafft hätten. Das geschah wohl erst im 13. Jahrhundert, als Marco Polo von der „Nux indica“ berichtete und erste Kokosnussschalen nach Europa gelangten.

Die hiesige Küche revolutionierten sie auch jetzt nicht. „Ich aß einige dieser Cocos (…) und konnte sie bald nicht mehr ausstehen“, vermerkt der Reisebericht des Spaniers Gonzalo Fernández de Oviedo y Valdés, der 1513 als einer der ersten Europäer die Pazifikküste Panamas erreichte. Dort sah er Kokospalmen, deren Beschreibung gut auf die an gleicher Stelle noch heute wachsenden Bäume vom Typ „Panama Tall“ passt. Wenn man Augenzeugenberichten von Oviedo und einigen seiner Zeitgenossen vertraut, muss es an der tropischen Pazifikküste Amerikas also schon in präkolumbianischer Zeit Kokospalmen gegeben haben. Nur: Wie kamen die dorthin? Für ein zufälliges Driften von Kokosnüssen mit den Meeresströmungen sind die Entfernungen zu den nächsten kokostauglichen Inseln nach allem Dafürhalten zu groß. Bleibt die Reise im Gepäck polynesischer Seefahrer.

Der „Baum des Lebens“ liefert nicht nur Nahrung, sondern auch Baumaterial. Foto: Picture-Alliance

Ob es denen schon lange vor Kolumbus gelang, amerikanisches Festland zu erreichen, ist eine heiß diskutierte Frage, für deren Beantwortung die Kokosnuss lange keine Rolle spielte. Als Luc Baudouin jedoch 2009 erstmals das Erbgut der Panama Tall mit dem verschiedener asiatischer Varianten verglich, wartete eine ordentliche Überraschung auf ihn: Ihr genetischer Fingerabdruck passte mit Abstand am besten zu Palmen, die heute auf den 16.000 Kilometer entfernten Philippinen zu finden sind. „Das ist für eine passive Drift definitiv zu weit“, sagt Baudouin. Auf die großen Fragen nach dem Wer, Wann und Wie dieser Reise muss der Genetiker jedoch passen. Sicher ist, dass Europäer später im großen Stil Kokosnüsse nach Amerika brachten.

Kokosfaserproduktion in Brasilien Foto: Picture Alliance

Heute gehört die Kokospalme zu den weltweit wichtigsten Nutzpflanzen. Auf mehr als 60 Millionen Tonnen schätzt die Welternährungsorganisation FAO die zumeist kleinbäuerliche Jahresernte der mehr als 90 kokosproduzierenden Länder. Die wichtigsten Produkte sind traditionell Kokosfasern und die sogenannte Kopra, das an der Sonne getrocknete weiße Kernfleisch der Nüsse, aus dem Kokosöl gepresst wird. In unseren Breiten dagegen war die Kokosnuss lange ein Exot, der einem hauptsächlich als Backzutat in Form getrockneter Raspel oder als Kokosmilch begegnete. Diese Grundzutat für Currygerichte entsteht, wenn man frische Kopra mit Wasser püriert und dann die größeren Partikel abseiht.

Zum Trendgetränk wurde seit den Nullerjahren das im Inneren der Nuss gluckernde Kokoswasser. Mehr als 250 Marken von pasteurisiertem, mehr oder minder naturbelassenem Kokoswasser lagern inzwischen weltweit in den Kühlregalen der Supermärkte. Allein der amerikanische Marktführer Vita Coco knackt dafür täglich anderthalb Millionen Trinknüsse, die neuerdings auch als ganze Frucht mit vorgestanztem Loch für den Strohhalm zu kaufen sind. Der säuerlich-süßlich-salzige Geschmack mit überraschend schwacher Kokos-Note dürfte kaum der Grund für den Erfolg des Kokoswassers sein. Eher schon sein Marketingimage als natürlicher isotonischer Sport- und Energydrink. Als „super-hydratisierend“, „nährstoffbepackt“ oder „mega-elektrolytisch“ bewarben Hersteller ihr Produkt, das wesentlich besser als herkömmliche Sportdrinks sei. Selbst antivirale und cholesterinsenkende Eigenschaften wurden ihm angedichtet.

Im Inneren der Nuss gluckert das Kokoswasser. Foto: Picture Alliance

Tatsächlich besteht Kokoswasser zu 99 Prozent aus Wasser, der Rest sind Zucker und recht bescheidende Mengen von Mineralstoffen und Vitaminen. Eine 2012 von Vita Coco finanzierte Studie kam zu dem erwartbaren Schluss, dass es in Sachen Rehydratisierung und sportlicher Leistung keinen großen Unterschied zwischen Sportdrinks, Kokoswasser und Leitungswasser gebe. Den Marktführer kostete sein kreatives Marketing im selben Jahr rund zehn Millionen Dollar, die es angesichts einer Sammelklage wegen irreführender Werbung für einen Vergleich hinblättern musste. Seither beschränken sich die Claims auf den kaum zu leugnenden „hydratisierenden“ Effekt. Den Umsätzen der Branche tat dies keinen Abbruch. Sie lagen 2016 nach Schätzungen bei über zwei Milliarden Dollar, fast viermal so viel wie noch fünf Jahre zuvor.

Ähnlich steil entwickelte sich auch der Absatz von Kokosöl. Ihm sprechen Gesundheitsapostel ebenfalls wundersame Wirkungen zu, etwa beim Abnehmen oder zur Kontrolle des Cholesterinspiegels. Besonders wahrscheinlich ist auch das nicht, immerhin besteht Kokosöl fast komplett aus gesättigten Fettsäuren. Dass regelmäßiger Verzehr von Kokosnüssen nicht automatisch vor Übergewicht und Krankheiten schützt, illustrieren Samoa und einige andere Pazifikinseln, wo sich weltweit der größte Anteil von Fettleibigen und Diabeteskranken findet. Wer das überlebt, muss sich dort noch vor fallenden Kokosnüssen in Acht nehmen, die vermutlich mehr Menschen das Leben kosten als Haiangriffe. In Sachen Kokosöl kam die American Heart Association Mitte vergangenen Jahres jedenfalls zu dem Schluss, dass Kokosöl ähnlich gesund oder ungesund sei wie Butter.

Wie auch immer die Diskussion um gute und böse Fette einst in die Medizin-Lehrbücher eingehen wird: Eine alleinige Kokosdiät tat schon vor hundert Jahren August Engelhardt nicht gut. Wer aber gelegentlich mit geschmacksneutralem Kokosfett oder aromatischem Kokosöl kocht, darf das guten Gewissens tun.

Heute gehört die Kokospalme zu den weltweit wichtigsten Nutzpflanzen. Die wichtigsten Produkte sind traditionell Kokosfasern und die sogenannte Kopra, das an der Sonne getrocknete weiße Kernfleisch der Nüsse. Foto: Picture Alliance

Die immer weiter wachsende Nachfrage nach Kokosprodukten in den Industriestaaten wirft allerdings die Frage auf, wie lange die Produktion in den großen Kokosnationen wie Indonesien, den Philippinen und Indien noch mithält. Tatsächlich stieg die weltweite Kokosnussernte trotz größerer Anbaufläche seit dem Jahr 2000 nur geringfügig. Schuld daran sind gleich mehrere Bedrohungen: In den Herkunftsländern können Naturkatastrophen schnell ganze Ernten vernichten. So entwurzelte der Taifun Haiyan 2013 auf den Philippinen rund 44 Millionen Kokospalmen. Die zweite große Gefahr ist das „tödliche Vergilben“, eine von Bakterien verursachte und von Insekten übertragene Krankheit, die einer Reihe von Palmenarten zu schaffen macht und schnell ganze Kokosplantagen entblättern kann. Gegen die „Lethal Yellowing Disease“ (LYD) hilft nur das schnelle Abholzen befallener Bäume und auf Dauer das Anpflanzen weniger anfälliger Sorten wie der „Malayan Dwarf“. Doch auch die sind gegen LYD nicht komplett immun. Eine wirklich resistente Sorte zu züchten ist deshalb das große Ziel der Kokosnussforschung. Doch der fehlten die Mittel, beklagt Luc Baudouins Cirad-Kollege Roland Bourdeix in einem Artikel für das Online-Magazin The Conversation. Die Produktionsländer hätten meist kein Geld, und die westlichen Abnehmer zeigten trotz Milliardenumsätzen bisher nur geringes Interesse an Grundlagenforschung. Bourdeix’ größte Sorge ist der schleichende Verlust der genetischen Vielfalt von Cocos nucifera, ohne die auch die gezielte Züchtung resistenter Sorten kaum gelingen kann. Daher hat der ständig durch die Tropen reisende Biologe mehrere Projekte angeschoben, um diese Vielfalt in Genbanken zu konservieren und an lokale Kleinbauern zurückzugeben.

In den siebziger Jahren erreichte das tödliche Vergilben auch die Nachfahren der Kokosnüsse der „Providencia“. Vielleicht findet die Palmenforschung aufgrund dieses Umstandes doch noch einen potenten Geldgeber. Denn wo einst Siedler und Seeleute ihre Party feierten, liegt heute der Edel-Urlaubsort Palm Beach und direkt am Strand im Schatten von Kokospalmen Donald Trumps Golfclub „Mar-a-Lago“.

Am staatlichen französischen Forschungsinstitut CIRAD (Centre de coopération internationale en recherche agronomique pour le développement) bemüht man sich in Zusammenarbeit mit Forschern aus den Anbauländern darum, die Kokospalme als wichtige Erwerbs- und Nahrungsgrundlage der Menschen in tropischen Regionen zu erhalten. Auf seinem Blog berichtet CIRAD-Forscher Roland Bourdeix von den Bemühungen, die vielerorts überalterten Bestände zu erneuern und dabei traditionelle Sorten zu erhalten. Im Projekt Innodiv etwa soll die in Genbanken in Form von Gewebeproben eingelagerte Sortenvielfalt auch lokalen Kleinbauern wieder zugänglich gemacht werden.
Quelle: F.A.S.