FAZ plus ArtikelAlexander Gerst auf der ISS

Die aufgehobene Fesselung ans Irdische

Von Sibylle Anderl
 - 06:18
zur Bildergalerie

Wenn alles planmäßig verläuft, wird morgen am frühen Nachmittag der Esa-Astronaut Alexander Gerst in Begleitung von Roskosmos-Kommandant Sergej Prokopjew und Nasa-Astronautin Serena Auñón-Chancellor vom Kosmodrom Baikonur aus zur Internationalen Raumstation (ISS) aufbrechen. Dort wird Gerst in der zweiten Hälfte seiner sechsmonatigen Mission als zweiter Esa-Astronaut und erster Deutscher das Kommando der ISS übernehmen. Es ist vor allem letztere Tatsache, die diese Mission im öffentlichen Bewusstsein derzeit so präsent werden lässt. Der Aufenthalt auf der Raumstation selbst, diesem auf erdnahem Orbit um die Erde eilenden „Außenposten der Menschheit“, erscheint dagegen schon beinahe als etwas Alltägliches.

Seit dem 2. November 2000 ist die Station von Hunderten Astronauten, Kosmonauten und Weltraumtouristen durchgängig bewohnt worden. Der Blick von dort oben, wo die Erdatmosphäre in den Weltraum übergeht, auf unseren Planeten scheint uns durch zahlreiche Foto- und Videoaufnahmen heute fast vertraut. Das hat uns die Erschütterung beinahe vergessen lassen, die von der Anwesenheit des Menschen im All doch ausgehen sollte, sofern man sich die Ungeheuerlichkeit dieser technologischen Realität nur einmal wirklich vor Augen führt.

F.A.Z. PLUS: Entdecken Sie F.A.Z. PLUS

F.A.Z. PLUS

Probeabo

: besonders beliebt

Miniabo

: 5,99 €

Tagespass

: 1,99 €

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F.A.Z. Plus

Quelle: F.A.Z.
Sibylle Anderl
Redakteurin im Feuilleton.
Twitter
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenISSAlexander GerstAstronautHans BlumenbergESABaikonurKalter Krieg