Barrierefrei baden

Grenzenloser Badespaß für jedermann

Von Jasmin Weiß, Iftra GmbH
 - 12:47

Pünktlich zum Sommeranfang erreicht das Thermometer Höchsttemperaturen und neben vielen Schwimmbädern sind auch Badeseen gut besucht und Anlaufstelle zahlreicher Sonnenanbeter. Vor allem für Menschen mit einem Handicap ist es jedoch oftmals problematisch Angebote von Freizeitanlagen, die besonders im Sommer an Zulauf gewinnen, zu nutzen.

Der Rollstuhlfahrer, der an sonnigen Tagen zusammen mit seiner Familie gerne Ausflüge an den See unternimmt, könnte bei diesem Wetter eine frische Abkühlung gebrauchen. Er kennt jedoch die Schwierigkeiten, mit denen sich zahlreiche Menschen mit Handicap konfrontiert sehen, nur zu gut. Sie fühlen sich zumeist von vielen Freizeitangeboten ausgeschlossen, die nicht barrierefrei gestaltet sind und müssen oft zurückstecken. Um dieser Problematik Abhilfe zu schaffen orientiert man sich im Hinblick auf Badeseen zunehmend an den Bedürfnissen von mobilitätseingeschränkten Badegästen und versucht diesen gerecht zu werden. Selbige Vorhaben werden beispielsweise durch einen barrierefreien Zugang zum Wasser in Form von rollstuhlgerechten Baderampen ermöglicht. Auf diese Weise werden Menschen mit eingeschränktem Bewegungsapparat, die an einen Rollstuhl gebunden sind, unterstützt und erhalten die Möglichkeit, wie jeder Badegast problemlos an Freizeitangeboten im Sommer teilzuhaben.

Badevergnügen ohne Hindernisse

Diesem Beispiel folgt auch der Freizeit- und Badesee Heppenäcker südöstlich gelegen von Rottenacker in Baden-Württemberg, der über eine Liegewiese mit Kiosk sowie einen eigenen Zeltplatz verfügt und zum Verweilen und Entspannen einlädt. Den Besuchern bietet sich zum einen der barrierefreie Zugang zum See als auch ins Wasser und stellt darüber hinaus behindertengerechte Parkplätze zur Verfügung. Die Umsetzung selbiger Maßnahmen mit besonderem Augenmerk auf die Barrierefreiheit gehen zurück auf die Gemeinde Rottenacker, die damit einen grenzenlosen Badespaß auch für Senioren oder Menschen mit Behinderung ermöglicht. Den Badegästen steht somit ein inklusives Freizeit- und Erholungsangebot offen, das zum Baden und Entspannen von jedermann genutzt werden kann.

Inklusion wird hier großgeschrieben

Auch in Bayern wird Inklusion und Barrierefreiheit bei Badeseen großgeschrieben, wie am Beispiel des Fränkischen Seenlandes ersichtlich wird. Die dortige Freizeitanlage Langlau, die als eine von zwei großen Freizeitzentren an den kleinen Brombachsee angesiedelt ist, verfügt über einen See-Campingplatz und eine eigene Surf- und Segelschule. Im Seezentrum befindet sich für mobilitätseingeschränkte Badegäste eine rollstuhlgerechte Baderampe, die somit einen barrierefreien Zugang zum Wasser ebnet. Des Weiteren ist der Wander- und Radweg für Rollstühle ausgelegt und seit neuestem besteht vor Ort das Angebot des Eventgeländes SAN-shine-CAMP, Strandrollstühle – sogenannte „Tiralo“ – auszuleihen.

Barrierefreiheit über die Grenzen Deutschlands hinaus

Auch die Schweiz ist darum bemüht den älteren Menschen sowie mobilitätseingeschränkten Personen einen barrierefreien Zugang zu Badeseen zu ermöglichen. Das Strandbad Egg, nahegelegen von Zürich am oberen Greifensee, geht durch die barrierefreie Gestaltung der Anlage als gutes Beispiel voran. Aufgrund der baulichen Anpassungen, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränktem Bewegungsapparat zugeschnitten sind, verspricht das Strandbad Egg grenzenloses Badevergnügen. Neben den Umkleiden wurde auch der Zugang zum Wasser behindertengerecht und barrierefrei umgesetzt und ermöglicht somit ein entspanntes Baden und Erholen für jeden Badegast ungeachtet jedes Handicaps.

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