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Grenzen des Wachstums

Stetig statt steil

Stetig statt steil Bild: adam121/fotolia.de

Wenn das Statistische Bundesamt Zahlen zum Wirtschaftswachstum veröffentlicht, ist das Medienecho regelmäßig groß. So vermeldeten Zeitungen, Fernsehnachrichten und Online-Medien im Januar, dass die Wirtschaft in Deutschland im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent gewachsen ist – durchaus stärker, als von den meisten Beobachtern erwartet.

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Es ist kein Wunder, dass Wachstum eine so wichtige Rolle in den Medien und der öffentlichen Diskussion spielt. Immerhin ist der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ein viel genutzter Indikator dafür, wie sich der Wohlstand in Deutschland entwickelt. Vereinfacht gesagt gilt folgender Zusammenhang: Je besser das Geschäft der Unternehmen läuft und je stärker in der Folge das BIP wächst, desto größer wird der Wohlstand. Und desto mehr Geld können die Deutschen ausgeben oder sparen.

Rein ökonomisch gesehen ist Wachstum also eine gute Sache, da es für die Umsatzsteigerung bei Unternehmen steht. Langfristig betrachtet aber nur dann, wenn der Anstieg der Wirtschaftsleistung erhalten bleibt. Ist das nicht der Fall, dann kann Wachstum auch für Fehlinvestitionen und Übertreibungen stehen.

Große börsennotierte Kapitalgesellschaften orientieren sich besonders an der ökonomischen Definition von Wachstum und müssen kontinuierlich nachweisen, dass sie ihre Ziele erreichen: Dazu präsentieren sie ihren Aktionären quartalsweise Geschäftszahlen – und die sollen möglichst durchgängig gut aussehen und die Zahlen der Konkurrenz übertreffen. Kritiker argumentieren, dass die Manager solcher Unternehmen falschen Anreizen folgen: Sie streben danach, kurzfristig Umsatz und Gewinn zu steigern, selbst wenn sie damit die Nachhaltigkeit des Wachstums gefährden.

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Kleine und mittelständische (Familien-)Unternehmen sehen sich solch einer Kritik in der Regel nicht ausgesetzt. Sie schauen viel weniger als große Unternehmen auf die kurzfristige Umsatz- und Gewinnentwicklung. Stattdessen versuchen sie, ein langfristiges Wachstum zu erzielen. Für dieses Verhalten gibt es mehrere Gründe. So wollen die meisten Firmenchefs ein gesundes Unternehmen an die nächste Generation übergeben. Außerdem wollen sie sicherstellen, dass der Ruf des Unternehmens bei Mitarbeitern, Geschäftspartnern und in der Öffentlichkeit auf Dauer keinen Schaden nimmt.

Wollen Mittelständler nachhaltig wachsen, müssen sie gerade bei Investitionen besonders umsichtig vorgehen. Denn Wachstum ist dann nachhaltig, wenn sich Investitionen über viele Jahre hinweg auszahlen – auch noch lange nach einer Investitionsentscheidung. Ob die Anschaffung einer neuen Maschine oder der Bau einer neuen Produktionshalle bereits im ersten Jahr nach der Investition eine positive Rendite abwirft, ist dagegen weniger wichtig.

Für den so agierenden Mittelstand ist daher der Ansatz der Genossenschaftsbanken besonders interessant: deren Aufgabe ist es, den „Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern.“ Die finanzielle Förderung erfolgt also entsprechend dem Genossenschaftszweck und nicht der Kapitalverwertung. Ein nachhaltiges Wachstum, bei dem die Unternehmen nicht nur aus ökonomischer Sicht wachsen, sondern auch die Möglichkeit haben, an ihren Aufgaben zu reifen, ist ganz im Sinne dieser Förderung.

Firmenkundenberater der Volksbanken und Raiffeisenbanken können Mittelständlern dabei helfen, nachhaltig zu wachsen. Sie können nicht nur passende Finanzierungslösungen empfehlen, sondern haben dabei auch die langfristigen Ziele und Wünsche eines Unternehmers im Blick. Schließlich kennen die Finanzspezialisten viele der Firmenkunden seit Jahrzehnten. Und: Nachhaltigkeit ist auch bei Volksbanken und Raiffeisenbanken ein Grundpfeiler des Geschäfts.

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