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Internationalisierung

World Wide Dienstleister

World Wide Dienstleister Bild: thodonal /fotolia.de

Wenn Medien über deutsche Exporte berichten, dann ist meist von industriell gefertigten Produkten die Rede. Dabei exportieren deutsche Unternehmen nicht nur Waren, sondern auch Dienstleistungen: alleine im vergangenen Jahr im Wert von rund 254 Milliarden Euro. Manche deutsche Dienstleistungsunternehmen erzielen sogar den größten Teil ihres Umsatzes jenseits der deutschen Grenzen. Besonders erfolgreich sind dabei Planungs- und Baubüros, Transportdienstleister, Reiseanbieter und IT-Dienstleister. In den vergangenen zehn Jahren ist der Auslands-Umsatz mit Dienstleistungen um rund 65 Prozent gewachsen.

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Eine Internationalisierung wird daher auch zunehmend für mittelständische Unternehmen interessant. In vielen Ländern bieten sich ihnen attraktive Geschäftschancen. Und ausvolkswirtschaftlicher Sicht bedeutet steigender Dienstleistungsexport besseres Geschäft mit einem typisch deutschen Rohstoff: Know-how und Wissen! Dabei spielen natürlich auch die die angebotenen Waren eine Rolle, denn die erfordern gerade im Investitionsgüterbereich oft ergänzende Dienstleistungen. So haben deutsche Maschinenbauer längst auch Dienstleistungen rund um die Produktion als zusätzliches Geschäftsmodell entdeckt.

Die großen deutschen Dienstleister haben sich schon erfolgreich im Ausland etabliert: Als global agierendes Unternehmen ist die Deutsche Post DHL Group mittlerweile der weltweit führende Anbieter für Briefkommunikation und Logistik. Auch der deutsche Software-Hersteller SAP konnte seine Programme, die die Lohnabrechnung und Buchhaltung ermöglichen, mittlerweile in über 180 Länder einführen.

Sich auf den Export von Dienstleistungen zu fokussieren, ergibt noch aus einem weiteren Grund Sinn: Es gibt weltweit in vielen Ländern der Erde Tendenzen, die Einfuhr von Waren zu erschweren. Damit könnte in den kommenden Jahren Produktionskapazität von Deutschland in andere Länder zu verlagern. In der Folge entstünde dort Bedarf an deutschem Know-how.

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Die Dienstleister sollten den Gang ins Ausland aber nicht unterschätzen, denn sie müssen dabei allerlei Herausforderungen meistern. So ist es zum Beispiel nur selten erfolgreich, wenn ein Unternehmen im Ausland genau die gleiche Dienstleistung anbietet wie in Deutschland. Stattdessen muss das Angebot lokalen Eigenheiten, Prozessen und Normen angepasst werden. Damit das gelingt, muss ein Unternehmen den Markt, die Kultur und die politische Ausprägung des Landes sehr genau kennen. Das erfordert eine langwierige und oft kostspielige Vorbereitung, insbesondere der notwendigen Verträge und Pflichtenhefte.

Außerdem müssen Dienstleister im Ausland rechtliche Besonderheiten beachten, zum Beispiel das örtliche Arbeitsrecht: Wer Dienstleistungen anbieten will, braucht in der Regel einheimische Mitarbeiter vor Ort. Und für diese gelten – genauso wie für die aus Deutschland entsandten Mitarbeiter – andere arbeitsrechtliche Grundlagen als in Deutschland. Um teure Fehler zu vermeiden, sollten sich Arbeitgeber unbedingt von spezialisierten Rechtsanwälten beraten lassen, bevor sie Arbeitsverträge aufsetzen.

Bei den finanzwirtschaftlichen Anforderung von Auslandsprojekten deutscher Dienstleister können die Volksbanken und Raiffeisenbanken mit ihren spezialisierten Unternehmen aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe helfen. Dazu verfügen Volksbanken und Raiffeisenbanken aber auch über lokale Netzwerke, die Firmen – und das erwartet man zunächst nicht - den Gang ins Ausland und das Fußfassen auf dem dortigen Markt erleichtern können. So hat zum Beispiel eine Volksbank Raiffeisenbank im vergangenen Jahr ein Planungsbüro für Verkehrsinfrastruktur mit einem Exporteur von Straßenbaumaschinen zusammengebracht. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Deutschland, beide suchen den Markteinstieg in einem muslimisch geprägten Land. Ein Firmenkundenberater erkannte die Gemeinsamkeit, stellte den Kontakt her – und legte so den Grundstein für eine Zusammenarbeit der beiden Firmen im Nahen Osten.

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