FAZ plus ArtikelPolitik und Rock ’n’ Roll

Im Land der Popbeauftragten

Von Reinhard Bingener und Timo Frasch
Aktualisiert am 05.09.2020
 - 12:40
The future’s in the air, I can feel it everywhere: Sigmar Gabriel, damals noch Ministerpräsident, fährt 2001 mit den „Scorpions“ Tretboot auf dem Maschsee. zur Bildergalerie
Wie viel Staatshilfe braucht der Rock ’n’ Roll? Über ein Amt, an dem Sigmar „Siggi Pop“ Gabriel einst verzweifelte und an dem sich nun Bayern versucht – natürlich im ganz großen Stil.

Der Begriff des „Popbeauftragten“ taucht zum ersten Mal im Jahr 2003 in den deutschen Medien auf. Damals wurde Sigmar Gabriel zu einem solchen gemacht, von seiner eigenen Partei. Die Berufung galt als Degradierung, bestenfalls als schlechter Witz. „Popbeauftragter“ wurde zum Synonym für ein Amt, das keiner will und keiner braucht.

Umso erstaunlicher, dass es in Bayern gleich etliche davon gibt. Im Freistaat, wo die Frage „Braucht’s des?“ sonst sehr geläufig ist, hat kürzlich Schwaben als letzter Regierungsbezirk einen eigenen Popbeauftragten bekommen. Der Kunstminister von der CSU, Bernd Sibler, hat eine einfache Erklärung für diese Fülle: „Der Freistaat ist Kulturstaat! Gerade auch unsere facettenreiche Musikszene zeichnet ihn ganz besonders aus. Pop- und Rockmusik gehören hier maßgeblich dazu, die Musikerinnen und Musiker erreichen ein großes Publikum von Jung bis Alt.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Bingener, Reinhard
Reinhard Bingener
Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.
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Timo Frasch - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Timo Frasch
Politischer Korrespondent in München.
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