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Präventivschlag

Israelische Luftwaffe beschießt Ziele nahe Damaskus

 - 06:52
Eine F-15 der israelischen Luftwaffe während einer Flugshow über der Hatzerim-Militärbasis (Symbolbild)

Israels Armee hat nach eigenen Angaben ein Ziel in Syrien beschossen, um einen Angriff mit iranischen „Killerdrohnen“ auf sein Staatsgebiet zu verhindern. Israels Luftwaffe habe ein Dorf namens Akraba südöstlich von Damaskus beschossen, sagte der israelische Militärsprecher Jonathan Conricus Journalisten in der Nacht zum Sonntag. Nach israelischen Informationen habe die Al-Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden geplant, mit Drohnen Ziele im Norden Israels anzugreifen. Diese Art von Drohnen seien mit Sprengstoff beladen und funktionierten wie Raketen, sagte er. Man halte Iran und Syrien für verantwortlich.

In einem südlichen Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut stürzte unterdessen nach Aussage eines Hisbollah-Vertreters eine israelische Drohne ab. Eine zweite Drohe sei knapp über dem Boden explodiert. Es ist der erste derartige Vorfall seit mehr als einem Jahrzehnt. Das israelische Militär erklärte, es äußere sich nicht zu ausländischen Berichten.

Armee in erhöhter Alarmbereitschaft

Zu den Angriffen in Syrien sagte ein Armeesprecher: „Wir haben mehrere Terrorziele der Al-Quds-Einheit und schiitischer Milizen getroffen.“ Es habe bereits am Donnerstag einen ähnlichen Versuch von iranischer Seite gegeben. Gegenwärtig sei die israelische Armee in erhöhter Alarmbereitschaft, „um auf jedes mögliche Ereignis zu reagieren“, sagte Conricus. „Wir werden gegen jeden vorgehen, der israelische Ziele angreifen will.“

Syrischen Staatsmedien zufolge fing die syrische Luftabwehr „feindliche Ziele“ am Samstagabend über Damaskus ab. „Die Mehrzahl der israelischen Raketen wurde zerstört, bevor sie ihre Ziele erreichen konnten“, erklärte die syrische Armee. Augenzeugen berichteten, sie hätten Explosionen in der Luft gesehen und gehört.

Die israelische Armee greift immer wieder Ziele in dem benachbarten Bürgerkriegsland an. Die Bombardierungen richten sich Beobachtern zufolge gegen Kräfte, die mit Iran verbunden sind. Israel will verhindern, dass sich sein Erzfeind in Syrien militärisch etabliert. Die Regierung in Teheran ist eng mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündet. Iran unterstützt zahlreiche Milizen, die im Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen kämpfen.

Quelle: dpa/Reuters
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