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Foto: Lucas Bäuml

Wie werde ich Pop-Star?

Von BENJAMIN FISCHER, Fotos von LUCAS BÄUML
Foto: Lucas Bäuml

10.08.2019 · Nur von der Musik leben – das klingt traumhaft, es schaffen aber nur wenige. Wer weit kommen will, muss sich gut verkaufen. Künstlerische Kompromisse können helfen.

D rei Outfits, ein ausgiebiges Bad in der Menge und viele Mitsinger im Publikum – in Sachen Bühnentauglichkeit macht Jesse Safferling kaum einer was vor. Die Bühne allerdings steht an diesem Tag nicht in einer ausladenden Halle, sondern in einem kleinen Raum an der Mannheimer Pop-Akademie: Der schweißtreibende Auftritt ist Safferlings Abschluss-Prüfung. Der 26 Jahre alte Musiker hat an der 2003 gegründeten Einrichtung ein Bachelor-Studium in Popmusikdesign absolviert. Jetzt wartet die Arbeitswelt.

Der Musiker-Beruf ist kein Zuckerschlecken. Es gibt viele Wege nach oben, manch einer wird allein durch Youtube bekannt, doch die Konkurrenz ist riesig und den ganz großen Durchbruch schaffen nur wenige. Millionen verdienende Superstars wie Coldplay, Rihanna oder Adele sind die Ausnahme, nicht die Regel. Der Großteil der Musiker lebt mal besser, mal schlechter von seiner Kunst – und die zu kreieren ist meist nur ein Teil des Jobs.

Udo Dahmen, künstlerischer Direktor & Geschäftsführer Fachbereich Populäre Musik in seinem Büro Foto: Lucas Bäuml

„Wir wollen Know-How vermitteln und gleichzeitig als Beschleuniger von Karrieren wirken.“
UDO DAHMEN, Künstlerischer Leiter der Pop-Akademie

Von Dahmens Schreibtisch gut zu sehen: die goldene Schallplatte für 200.000 verkaufte Exemplare von Alice Mertons Erfolgssong „No Roots“ Foto: Lucas Bäuml

An der Pop-Akademie sollen junge Künstler auf dieses schwierige Umfeld vorbereitet werden. Wer nicht auf die Bühne strebt, kann hier auch Musikwirtschaft studieren. Udo Dahmen, der künstlerische Leiter der Akademie, formuliert es so: „Wir wollen Know-How vermitteln und gleichzeitig als Beschleuniger von Karrieren wirken.“ Der ganze Stolz von Dahmen und seinem für den wirtschaftlichen Bereich zuständigen Kollegen, Hubert Wandjo, ist derzeit Alice Merton. Die Deutsch-Kanadierin hat mit ihrem vertrackten Pop-Song „No Roots“ einen Welthit gelandet. 2016 spielte sie ihn noch bei ihrer Abschlussprüfung in Mannheim, Anfang 2018 schon in der populären Late-Night-Show von Jimmy Kimmel im amerikanischen Fernsehen. Bessere Werbung könnten sich Dahmen und Wandjo kaum wünschen.

Alice Merton: „No Roots“ Video: Alice Merton

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung