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Freiwillig in den Wald

Baumstamm statt Stammtisch

 - 08:47

Eine Woche lang Alltag, Tastatur und Telefon gegen Natur, Beil und Säge eintauschen: Fast 2000 Deutsche setzen sich jedes Jahr als ehrenamtliche Helfer aktiv für den Waldschutz ein. Organisiert werden die Freiwilligeneinsätze in den Wäldern Kataloniens, Deutschlands, Österreichs und der Schweiz von dem Verein Bergwaldprojekt (www.bergwaldprojekt.de).

Das Interesse an ehrenamtlichen Einsätzen in Wald und Forst werde immer größer, teilte Volunation, ein Internetportal für weltweite Freiwilligenarbeit, jetzt mit. Allein in Deutschland habe es im vergangenen Jahr 1700 sogenannte Waldfreiwillige gegeben, fast 200 Helfer mehr als im Jahr zuvor. Die Idee der Einsätze entstand vor fast 30 Jahren in der Schweiz. Dort melden sich mittlerweile jedes Jahr mehr als 2000 Helfer an.

Der Erhalt und Schutz von Wäldern als Kohlenstoffspeicher sei das wichtigste und effizienteste Mittel zum Schutz des globalen Klimas, schreibt der Verein Bergwaldprojekt auf seiner Internetseite. Eingesetzt werden die Freiwilligen vor allen in Bergwäldern im Mittel- und Hochgebirge, in Deutschland auch an der Nord- und Ostsee.

Zwischen Bergahorn und Borkenkäfer

Die Förster an den Einsatzorten legen fest, welche Arbeiten erledigt werden. Neben Pflanz- und Schnittarbeiten stellen die Helfer Lawinenschutznetze auf, beseitigen Sturmschäden oder renaturieren Moore und Bäche. Die Arbeiten sind von Ort zu Ort verschieden: Während im Fichtelgebirge Biotope für Auerhühner gepflegt, in der Eifel Borkenkäfer bekämpft und im Nationalpark Harz Buchen und Bergahorn gepflanzt werden, versuchen Helfer auf Amrun, Laubgehölze von Brombeeren zu befreien.

Eine Woche lang arbeiten die Gruppen von 10 bis 25 Personen gemeinsam an einem Projekt. Untergebracht und verpflegt werden die Ehrenamtlichen in Waldhütten oder Ferienlagerhäusern, die Kosten der An- und Abreise müssen sie selbst bezahlen. Das Mindestalter für die Freiwilligenarbeit sei in der Regel 18 Jahre, mittlerweile würden auch Familieneinsätze angeboten.

Quelle: heim.
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