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Tory-Parteitag in Birmingham

Johnson: Mays Brexit-Pläne betrügen die Wähler

 - 15:32
Der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson erneuerte in seiner Rede auf dem Parteitag der britischen Konservativen in Birmingham am Dienstag seine Kritik an den Brexit-Plänen der Regierung.

Der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson hat seine massive Kritik an den Brexit-Plänen von Premierministerin Theresa May auf dem Parteitag der Konservativen wiederholt. Sie seien eine Unverschämtheit der Verfassung gegenüber und eine Demütigung für das Vereinigte Königreich, sagte Johnson am Dienstag in Birmingham. Bei einer Rede vor etwa tausend Menschen rief Johnson zu mehr Selbstbewusstsein bei den Brexit-Verhandlungen auf. Die Tory-Partei dürfe nicht zulassen, dass das Land unter Kontrolle von außen gerate.

Die Pläne von May seien sowohl politisch als auch wirtschaftlich gefährlich, sagte Johnson. Er warnte, dass der sogenannte „Chequers-Deal“ die Wähler betrüge. Dies würde Parteien wie der rechten United Kingdom Independence Party (Ukip) in die Hände spielen. Allerdings sei ein „würdevoller, eleganter und dankbarer“ EU-Austritt eine Chance sowohl für Großbritannien als auch für die EU, sagte der frühere Außenminister. Gleichzeitig wies er die Option für ein mögliches zweites Referendum zurück. Die Briten sollten nicht so lange wählen, bis ein Ergebnis erreicht werde, das sich die EU-Befürworter wünschten.

Johnson hatte bereits zum Auftakt des Parteitags am Sonntag die Brexit-Pläne von Premierministerin May heftig kritisiert. In einem Gastbeitrag in der „Sunday Times“ bezeichnete er die Vorschläge der Premierministerin als Ergebnis „geistiger Verwirrung“ und „lächerlich“. Johnson und andere Brexit-Hardliner fordern einen klaren Bruch mit Brüssel. Großbritannien will am 29. März 2019 die Europäische Union verlassen. Die Gespräche zwischen London und Brüssel kommen aber nicht voran.

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Seine Rede am Dienstag nutzte Johnson auch für einen Angriff auf die Labour-Opposition und warnte eindringlich vor einer möglichen Regierung unter Labour-Chef Jeremy Corbyn.

Quelle: ariz./dpa/Reuters
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