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FAZ plus ArtikelFrankreich wappnet sich

Ein „War Room“ für den Brexit

Von Michaela Wiegel, Calais und Boulogne-sur-Mer
 - 06:24

Die 500 Hektar Land um den Eurotunnel zählen schon heute zu den am besten bewachten Grenzgebieten der EU. Der Eingangsbereich zu der Tunnelröhre wird durch mehrere Reihen hoher elektrischer Sperrzäune, Überwachungskameras und schwerbewaffnete Soldaten gesichert. Amélie de Montchalin lässt sich die Sicherheitsvorkehrungen mit der Neugier der Novizin erläutern. Die 33 Jahre alte Frau, die zuvor als Sprecherin des Haushaltsausschusses in der Nationalversammlung wirkte, trägt jetzt die Verantwortung für das Europa-Ressort am französischen Kabinettstisch. Nach ihrem Antrittsbesuch in Berlin geht ihre erste Reise nun an einen wichtigen Brennpunkt Europas – an die Kanalküste.

Frankreich bereitet sich unter Hochdruck darauf vor, dass der Nachbar in die Ferne rücken will. Deshalb der Besuch von Montchalin. Allerdings strebe sie nicht an, „Brexit-Ministerin zu werden“, sagt sie lachend. Währenddessen erläutert Eurotunnel-Direktor Laurent Fourtune ihr die Planungen für den Austritt Großbritanniens. Der vor 25 Jahren eröffnete Tunnel hat sich zu einem Verkehrsknotenpunkt für die europäische Exportwirtschaft entwickelt. Deutsche Unternehmen sind mit Abstand die wichtigsten Kunden, sie kommen für mehr als ein Fünftel des gesamten Frachtgutverkehrs auf. „Güter im Wert von 30,8 Milliarden Euro pro Jahr werden zwischen Deutschland und Großbritannien über den Eurotunnel transportiert“, sagt Fourtune. Damit sei der Tunnel für die deutschen Exporte nach Großbritannien wichtiger als für die französischen Exporte. Auch für die spanische, belgische und niederländische Exportindustrie ist die Verbindung von größter Bedeutung.

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Quelle: F.A.Z.
Michaela Wiegel
Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.
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