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Aufs Eigentum sparen und das Arbeitszimmer absetzen

Von Carsten Knop
09.10.2021
, 08:58
Das eigene Arbeitszimmer im eigenen Heim – wer das möchte, muss die Anschaffung gut planen und seine Kosten clever absetzen.
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Liebe Leserin, lieber Leser, heute geht es in unserem F+Newsletter ausschließlich ums Geld: um möglicherweise steigende Zinsen, um die Finanzierung einer eigenen Wohnung oder eines eigenen Hauses durch junge Leute – und die Steuererklärung, die in diesen Tagen wirklich eilig wird.

Viele junge Menschen wissen noch nicht, ob sie irgendwann im Eigentum wohnen möchten. Außerdem werden die Immobilien aktuell immer teurer. Deshalb müssen sie ihr Geld flexibel anlegen, unser Finanzfachmann Volker Looman erklärt es an einem Beispiel: Ein angestellter Informatiker ist 32 Jahre alt und verdient brutto 48.000 Euro im Jahr. Das sind 4000 Euro im Monat. Von diesem Gehalt bleiben nach Abzug der Sozialabgaben und Steuern exakt 2534 Euro übrig. Der Schwund von 37 Prozent ist für viele Junioren ein Schock. Dagegen ist aber kein Kraut gewachsen. Umso wichtiger ist es, mit den restlichen 63 Prozent vorsichtig umzugehen. Das hat bei dem Informatiker bisher gut geklappt. Der Bursche lebt bescheiden. Er hat vor Jahren eine Privat-Haftpflichtversicherung mit hoher Deckungssumme abgeschlossen. Wird er erwerbsunfähig, würde er bis zum 67. Geburtstag eine monatliche Rente von 2500 Euro bekommen. Und er hat auf einem Tagesgeldkonto rund 30.000 Euro angesammelt. Nun droht aber Gefahr. Solange der Wunsch nach dem eigenen Dach über dem Kopf nicht ausgeschlossen werden kann, sind „risikobehaftete“ und „unflexible“ Sparverträge nach Einschätzung Loomans kein Thema. Das sei im Falle von Indexfonds genau umgekehrt. Sie böten ein Höchstmaß an Flexibilität, verführten aber „sprunghafte“ Zeitgenossen immer wieder zum Griff in die Kasse. Was tun? Am Ende ist es eine individuelle Entscheidung, die von den Lebensumständen abhängig ist. Aber Loomans Stück hilft sehr, die Gedanken zu sortieren.

Am 31. Oktober ist Stichtag. Dann muss die Steuererklärung für 2020 abgegeben sein, wenn man keinen Steuerberater hat. Wer sich länger Zeit lässt, muss mit Strafzuschlägen rechnen. Es ist also höchste Zeit für eine besondere Steuererklärung. Dyrk Scherff, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, hilft dabei. Denn besonders ist sie allemal, sie erfasst schließlich das erste Corona-Jahr. Das war auch steuerlich ein Ausnahmejahr. Der Staat stützte die Bürger mit allerlei zusätzlichen Vergünstigungen. Einer der größten Posten ist dabei das Homeoffice. Da zeitweise mehr als ein Viertel der Beschäftigten überwiegend zu Hause arbeitete, können nun viel mehr Menschen als üblich zusätzliche Aufwendungen geltend machen. Es kann um vierstellige Beträge gehen, die die Steuerlast kräftig drücken können, daher lohnt es sich, auf diese Kosten ein großes Augenmerk zu richten.

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Klaus Kaldemorgen ist der bekannteste Fondsmanager Deutschlands. Im Interview mit Dennis Kremer spricht er über den starken Anstieg der Preise, was die Lieferengpässe für die deutsche Wirtschaft bedeuten und warum er alle chinesischen Aktien verkauft hat. Schon seine erste Antwort rund um die Preissteigerung macht Lust auf das ganze Gespräch: „Das beunruhigt mich. Ich glaube, die Inflation wird uns länger auf höherem Niveau begleiten. Verschiedene Dinge rauben mir schlicht den Atem: Schauen Sie sich nur einmal die Entwicklung der Gaspreise an oder den Anstieg der Hauspreise. Das hat eine Dynamik angenommen, die ich so kaum für möglich gehalten hätte. Oder nehmen Sie die Unternehmen, die jetzt alle über Lieferengpässe stöhnen. Im Einzelnen muss man das alles differenziert betrachten, aber am Ende läuft es doch vor allem auf eines hinaus: Das Leben wird teurer.“ Wie man vor dem Hintergrund Anlageentscheidungen treffen sollte? Auch dafür hat Kaldemorgen ein paar Tipps, die sich übrigens nicht so ganz mit den üblichen von Looman decken. Wie gesagt: Am Ende ist alles eine individuelle Entscheidung.

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Ihr Carsten Knop
Herausgeber
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Knop, Carsten
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