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Ein Schlagabtausch und eine vernichtende Corona-Bilanz

Von Rebecca Boucsein
Aktualisiert am 30.09.2020
 - 06:42
Unsere Autorin: Rebecca Boucsein
Nach Trumps und Bidens erstem Rededuell vor Millionen TV-Zuschauern zieht Amerika Bilanz. In Deutschland ziehen Politik und eine Juristin jeweils ein Zwischenfazit zur Pandemie-Bekämpfung. Was sonst wichtig wird, steht im F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

Joe Biden war schon in Fahrt, bevor es richtig losging: Nur wenige Stunden, bevor er Donald Trump beim ersten TV-Duell in Ohio gegenüberstand, veröffentlichte der 77 Jahre alte Herausforderer noch schnell seine Steuererklärung. 299.346 Dollar an Bundessteuern will der demokratische Bewerber um das Präsidentenamt 2019 bezahlt haben – deutlich mehr als die 750 Dollar, die Donald Trump laut „New York Times“ 2016 und 2017 gezahlt haben soll. Danach folgten Stunden, in denen die amerikanische Nation verfolgen konnte, wie sich Biden und Trump gegenseitig beharkten. Wenig überraschend dominierte die Corona-Pandemie die Debatte. Doch auch über die Themen Gesundheitsversorgung, Rassismus und die Problematik der Briefwahl wurde teils heftig gestritten. Biden soll anders als Trump vor der Debatte trainiert haben. Ob sich das ausgezahlt hat und mit welcher Härte das Duell geführt wurde, lesen Sie in Reaktionsstücken, Analysen und Kommentaren heute auf FAZ.NET. Auch im Podcast für Deutschland am späten Nachmittag wird - wie jeden Mittwoch bis zur Wahl - das TV-Duell diskutiert.

Wie hat sich Deutschland in der Bewältigung der Corona-Pandemie bisher geschlagen und welche Lehren kann die Politik daraus für die Zukunft ziehen? Während sich die Kanzlerin und die Minister nach einer stundenlangen Videokonferenz bereits gestern auf neue Beschränkungen geeinigt haben, ziehen die Gesundheitsminister der Länder und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute Zwischenbilanz. Aus juristischer Sicht fällt diese nach Meinung von Andrea Kießling schlecht aus. „Viele Corona-Maßnahmen sind rechtswidrig“, beklagt die Akademische Rätin an der Ruhr-Universität Bochum. Im Interview mit meinem Kollegen Stefan Tomik prangert sie mangelhafte Corona-Verordnungen und unverhältnismäßige Eingriffe in die Grundrechte an - und fordert eine grundlegende Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes.

In München wird es heute für zwei frühere Audi-Manager und zwei Ingenieure ungemütlich. Sie sitzen auf der Anklagebank, wenn in der bayerischen Hauptstadt fünf Jahre nach Bekanntwerden des Diesel-Skandals der erste Strafprozess um die manipulierten Abgaswerte beginnt. Der bekannteste unter ihnen: Rupert Stadler. Er stand fast zwölf Jahre an der Spitze von Audi. Der Vorwurf: „Betrug zu Lasten von Verbrauchern, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung.“ Welche Strafe den Angeklagten droht und worum es im Prozess geht, haben meine Kollegen Marcus Jung und Henning Peitsmeier zusammengetragen.

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Und sonst? Geht es im F.A.Z. Podcast für Deutschland um die Folgen eines No-Brexit-Deals für die Wirtschaft, wird im Bundestag ein Schlagabtausch über die Regierungspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Bewältigung der Corona-Krise erwartet. Stellt in Berlin ausgerechnet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Biografie von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vor. Treffen Borussia Dortmund und der FC Bayern nach jeweils einer Niederlage beim Supercup-Duell in München aufeinander.

Die Nacht in Kürze:

Seit drei Tagen toben Gefechte zwischen Armenien und Aserbaidschan in der Region Nagornyj Karabach. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen fordert nun beide Seiten dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Chinas Wirtschaft zieht wieder an: Die Bereiche Dienstleistungen und Industrieproduktion entwickelten sich positiver als erwartet.

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Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Boucsein, Rebecca
Rebecca Boucsein
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