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Schlechte Nachrichten und harte Maßnahmen

Von Cai Tore Philippsen
23.03.2020
, 06:25
Die Toten- und Infiziertenzahlen steigen in Europa rapide, Italien und Spanien trifft es am härtesten. In Deutschland treten heute einschneidende Maßnahmen gegen das Coronavirus in Kraft. Was sonst noch wichtig wird, steht im Newsletter für Deutschland.

Es gibt keine guten Nachrichten an diesem Montagmorgen. Die beiden Länder, die wir als Urlauber und Europäer so sehr lieben, brechen unter der Wucht der Coronavirus-Pandemie zusammen. Italien und Spanien melden jeden Tag schreckliche, neue Toten- und Infiziertenzahlen. Spanien steht das Schlimmste erst noch bevor, berichtet unser Korrespondent Hans-Christian Rößler, obwohl bereits mehr als 1700 Tote gezählt wurden. Die Katastrophe, die sich derzeit in Italiens Krankenhäusern abspielt, könnte sich auch in Deutschland wiederholen, warnen italienische Ärzte. Über 5500 Tote gibt es bereits zu beklagen. Unvorstellbar.

Und Deutschland? Die Infiziertenzahlen steigen weiter rasant, mittlerweile sind es mehr als 20.000. Und weil nicht alle Meldestellen am Wochenende gearbeitet haben, wird es am Montag einen sprunghaften Anstieg geben, mahnt das Robert-Koch-Institut. Noch gibt es erst weniger als 100 Corona-Tote hierzulande. Die Politiker aus Bund und Ländern haben am Sonntag weitere drastische Maßnahmen getroffen, damit die Lage in Deutschland nicht eskaliert. Mehr als zwei Bürger dürfen (mit Ausnahmen) nicht gemeinsam auf die Straße: Was genau entschieden wurde, lesen Sie hier.

Dass derart weitreichende Maßnahmen nicht ohne Streit beschlossen werden können, ist klar. Unsere Korrespondenten haben den Krach zwischen Bund und Ländern aufgeschrieben. Und Jasper von Altenbockum kommentiert, warum der Föderalismus in der Krise besser ist als sein Ruf. Weil sie mit einem am Coronavirus erkrankten Arzt Kontakt hatte, muss Angela Merkel nun selbst in häusliche Quarantäne. Diese und weiter Nachrichten lesen Sie in unserem Liveblog.

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Und sonst: Hat sich das Internationale Olympische Komitee unter dem Druck vieler Athleten eine Frist von vier Wochen gegeben, um über eine Verschiebung der Sommerspiele in Tokio zu entscheiden. Schnürte die Bundesregierung ein gewaltiges Rettungspaket, damit die Wirtschaft die Krise übersteht. Sammelt unsere Video-Redaktion unter der Überschrift „Corona-Storys“ eindrucksvolle Geschichten unser Leser ein.

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Quelle: FAZ.NET
Cai Tore Philippsen  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Cai Tore Philippsen
Verantwortlicher Redakteur für die Redaktion FAZ.NET
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