F.A.Z.

Mehr als eine Milliarde Visits

09.04.2021
, 20:00
So wird der „F.A.Z.-Tower“ im Frankfurter Europaviertel einmal aussehen. Die Arbeiten auf der Baustelle gehen planmäßig voran. Im Laufe des kommenden Jahres wird die Zeitung ihr neues Zuhause beziehen.
Das Digitalgeschäft der F.A.Z. erreicht sehr hohe Zuwachsraten und trägt zu einem guten Unternehmensergebnis bei. Die Newsletter wurden modernisiert und es gibt mehr Podcasts.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommt mit der digitalen Transformation ihres Geschäftsmodells gut voran. Dies zeigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 und für das erste Quartal des laufenden Jahres. So legte die Zahl der Zugriffe auf die Homepage (www.faz.net) im vergangenen Jahr um 57 Prozent auf 1,186 Milliarden zu. Erstmals verzeichnete die F.A.Z. mehr als eine Milliarde Zugriffe in einem Jahr. Auch in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres übertrafen die Zugriffe den Vergleichswert des Vorjahres. Damit hat die F.A.Z. heute mehr Leser als jemals zuvor in ihrer Geschichte.

Ebenfalls sehr zufriedenstellend entwickelte sich die Nachfrage nach dem Bezahlangebot F+, das Zugang auch zu den hinter einer Zahlschranke befindlichen Artikeln auf der Homepage sowie die kostenfreie Nutzung der Vorlesefunktionen in den Apps „FAZ.NET“ und „F.A.Z. Der Tag“ bietet. Die Anzahl der in einem Festbezug befindlichen F+-Abonnenten ist im vergangenen Jahr kräftig von 34.400 auf 62.500 gestiegen. Der Aufwärtstrend setzte sich in den vergangenen Monaten weiter fort; Ende März belief sich die Zahl der Abonnenten auf 67.500. Zuwächse verzeichnen auch die digitalen Ausgaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Insgesamt hatte die F.A.Z. im Februar 175.000 digitale Abonnenten. Diese erfreuliche Entwicklung belegt die wachsende Nachfrage nach Qualitätsjournalismus gerade in herausfordernden Zeiten.

Neue Podcasts zu Finanzmarkt und Künstlicher Intelligenz

Gleichzeitig setzt die F.A.Z. die Erweiterung und Modernisierung ihrer digitalen Produktpalette fort. Der in Konzept und Gestaltung komplett überarbeitete „Newsletter für Deutschland“ wird unter der neuen Bezeichnung „Frühdenker“ ein exklusiver Bestandteil der digitalen Abonnements. In der Abkehr von der bisherigen Praxis der Branche, Newsletter dauerhaft kostenfrei zur Verfügung zu stellen, sieht sich die Frankfurter Allgemeine in der Rolle eines Vorreiters. Der „Frühdenker“ erscheint mit derzeit deutlich über 100.000 täglichen Aussendungen von Montag bis Freitag morgens jeweils um 6.30 Uhr. Interessenten können ihn zunächst drei Monate kostenlos beziehen; wer den „Frühdenker“ danach weiter lesen will, muss ein digitales Abonnement für F.A.Z., F.A.S. oder F+ abschließen. Optisch überarbeitet wurden auch die anderen Newsletter.

Das Angebot an Podcasts hat mit den Themen „Finanzen und Immobilien“ sowie „Künstliche Intelligenz“ eine Erweiterung erfahren. Damit gehören nunmehr zwölf Podcasts zum Audio-Angebot der F.A.Z. Aber auch die in den Zeitungen und auf der Homepage veröffentlichten Texte lassen sich mittlerweile hören. Mit Hilfe der „Text-to-Speech“-Technologie, also einer computergestützten, automatisierten Vorlesetechnik, erhalten die Leser eines Digital- oder F+-Abonnements einen vollständigen Audio-Zugriff auf alle Texte; für andere Nutzer bleibt ein Artikel am Tag kostenfrei.

Die Fortschritte in der Anpassung des Geschäftsmodells haben im Jahresabschluss 2020 der F.A.Z. deutliche Spuren hinterlassen. Der Anteil des Digitalgeschäfts am Gesamtumsatz des Unternehmen erreichte im vergangenen Jahr 21 Prozent. In den ersten Monaten des laufenden Jahres ist dieser Anteil auf 25 Prozent gestiegen. Die Wachstumsrate des Digitalgeschäfts, bestehend aus Vertrieb und Werbung, belief sich im vergangenen Jahr auf 25 Prozent und hat sich seitdem noch weiter beschleunigt. Das operative Ergebnis der F.A.Z. hat in 2020 trotz der, etwa im Einzelverkauf der Zeitungen, spürbaren Belastungen aus der Corona-Pandemie gegenüber dem schon sehr ordentlichen Ergebnis des Jahres 2019 noch einmal merklich zugelegt. Auch die Umsatzrendite konnte weiter gesteigert werden; sie lag in einem hohen einstelligen Bereich. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 41 auf 46 Prozent.

Im Unterschied zu vielen anderen Medienhäusern hatte die F.A.Z. im vergangenen Jahr trotz der hohen wirtschaftlichen Unsicherheit nach Ausbruch der Pandemie mit Blick auf ihre marktwirtschaftlichen Überzeugungen keine Kurzarbeit angemeldet. Die gute Entwicklung im weiteren Jahresverlauf gab dann auch aus geschäftlicher Sicht keinen Anlass, Kurzarbeit einzuführen.

Quelle: F.A.Z.
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