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Brit Award

Die üblichen Verdächtigen, die üblichen Verdächtigungen

 - 11:00

Begleitet von Protesten hat der umstrittene US-Rapper Eminem auch bei der Vergabe der britischen Schallplattenpreise an diesem Montag in London abgeräumt: Eminem erhielt den „Brit Award“ als bester internationaler Künstler. Bei den Frauen schob sich Altmeisterin Madonna an den ersten Platz - ihr erster britischer Award nach bisher neun Nominierungen. Bei den Gruppen lag die irische Band U2 vorn. Sie bekam auch einen Sonderpreis für ihren überragenden Beitrag zur Musik.

In den britischen Kategorien hatte Popstar Robbie Williams bei gleich drei Preisen die Nase vorn. Er gewann als bester Künstler und wurde für die beste Single und - mit „Rock DJ“ - das beste Video ausgezeichnet. Beste britische Künstlerin ist Sonique, als besten Soundtrack wählte die Jury die Musik zu „American Beauty“ aus. Als beste britische Gruppe glänzte Coldplay; ihr Album „Parachutes“ erhielt ebenfalls einen Preis. Der Award für die beste Pop-Darbietung ging an die irische Gruppe Westlife, Fatboy Slim bekam die Auszeichnung für die beste britische Tanzdarbietung.

Proteste gegen Auszeichnung für Eminem: na klar

Gegen Eminems Auszeichnung demonstrierten Kritiker des umstrittenen Rappers vor der Halle. „Diese Nominierung entspricht etwa der Auszeichnung eines Ku-Klux-Klan-Sängers“, protestierte der Sprecher der Homosexuellenorganisation OutRage, Peter Tatchell. „Es wäre an der Zeit, Eminem klar zu machen, dass Vorurteile keinen Raum in der Popmusik haben.“ Eminems Texte werden als gewaltverherrlichend, frauen- und homosexuellenfeindlich kritisiert.

Nennenswerte Zwischenfälle: diesmal nicht

Die Brit-Awards-Shows der britischen Schallplattenindustrie sind in der Vergangenheit mehrmals aus dem festlichen Rahmen gefallen. 1996 erklärte Liam Gallagher bei der Entgegennahme eines Preises dem verdutzten INXS-Sänger Michael Hutchence, Preise sollten nicht „von gewesenen Stars an künftige übergeben werden“. Pulp-Sänger Jarvis Cocker wurde sogar bei dieser Show festgenommen, nachdem er bei Michael Jacksons „Earth Song“ die Bühne stürmte. 1997 goss Chumbawamba-Sänger Danbert Nobacon einen Sektkühler über den stellvertretenden Premierminister John Prescott aus.

Quelle: @kue, mit Material von AP
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