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FAZ plus ArtikelThomas Manns Briefe

Der furchtbare Zauberberg

Von Marcel Lepper
 - 17:12
„In Gottes Namen“: Thomas Mann und Elisabeth Mann Borgese in Pacific Palisades

„Kino“: Den Roman von Thomas Mann hätte man gern gelesen. Im Februar 1926 beargwöhnte die „Frankfurter Zeitung“ eine Publikation aus dem Verlagshaus Friedrich Blau & Co in Gera. Ein philologischer Coup oder ein Hoax? Die Trouvaille, in raumfüllender „Edel-Riesen-Fraktur“ gesetzt, ähnelte allzu sehr einem Ausschnitt aus dem „Zauberberg“.

Schon zu Lebzeiten schien die Thomas-Mann-Philologie am Ende: Nichts Neues mehr? Alles auspubliziert? Der Werkpolitiker Thomas Mann reagierte in seinem Brief an die Redaktion der „Frankfurter Zeitung“ irritiert. Prompt verfasste der Verlag aus Gera eine Gegendarstellung, die ebenfalls in der Zeitung abgedruckt wurde: Es handele sich um einen Beitrag für das „Jahrbuch des Reußischen Theaters“, den man als Sonderausgabe gebracht und dafür die Erlaubnis des Autors eingeholt habe. Nun ruderte Thomas Mann öffentlich zurück – und entsandte ein weiteres Schreiben, in dem er reuig bekannte, sich an sein Placet nicht mehr erinnert zu haben, monierte allerdings, dass ihm der Verlag für das publizistische Nachspiel zum „Zauberberg“ das Honorar schuldig geblieben sei.

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Dieser Vorabdruck entstammt dem Band „Dichter und Kritiker. Thomas Mann – Bernhard Diebold“. Hrsg. von Dirk Heißerer im Auftrag der Akademie der Künste. Archiv-Blätter 25. Akademie der Künste, Berlin 2019. 216 S., Abb., 18,–.

Quelle: F.A.Z.
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