FAZ plus Artikel„Projekt Cassandra“

Kann Literatur Krisen vorhersehen?

Von Caroline O. Jebens
15.08.2021
, 18:14
Literatur für die CIA auswerten, um „intelligence“, also für  Geheimdienstoperationen nützliche Erkenntnisse zu gewinnen, wurde schon früher als aussichtsreich betrachtet, kann aber auch ein gefährlicher Job sein: Robert Redford auf der Flucht in Sydney Pollacks berühmtem Film „Die drei Tage des Condor“ aus dem Jahr 1975.
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Das Verteidigungsministerium hat das „Projekt Cassandra“ des Literaturwissenschaftlers Jürgen Wertheimer gefördert, um politische Konflikte frühzeitig zu erkennen. Ein Gespräch über eine ungewöhnliche Allianz.
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In der Hinteren Grabenstraße in Tübingen liegt das Weltethos-Institut. Dort untersuchten der Literaturprofessor Jürgen Wertheimer und sein Studienteam vier Jahre lang unter Geheimhaltung Romane. Ihre Fragestellung: Kann Literatur voraussehen? Und wenn ja: Lassen sich durch sie Konflikte, Katastrophen und Kriege frühzeitig erkennen – und gar verhindern? Finanziert wurde das „Projekt Cassandra“ vom Verteidigungsministerium. Da es durch die Pandemie auf Eis gelegt wurde, durften die Ergebnisse nun veröffentlicht werden. Sie zeigen: Romane eignen sich als Seismographen. Doch wollen diese Erkenntnisse überhaupt genutzt werden?

Herr Wertheimer, Kassandra ist eine mythologische Figur, die Warnungen ausspricht, der man aber keinen Glauben schenkt. Warum haben Sie ausgerechnet ein Forschungsprojekt nach ihr benannt?

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Quelle: F.A.S.
Autorenportträt / Jebens, Caroline O.
Caroline O. Jebens
Redakteurin im Ressort „Gesellschaft & Stil“.
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