Zum Tod von Marcel Reich-Ranicki

Der Einzigartige

Von Felicitas von Lovenberg
19.09.2013
, 11:34
Im Jahr 2000 gab es in Frankfurt am Main die Fotoausstellung „Sein Leben in Bildern“: Reich-Ranicki steht dabei vor einen Schwarzweißfoto, das ihn als Kritiker bei der Gruppe 47 zeigt
Er, Marcel Reich-Ranicki, hat die Literaturkritik in Deutschland wie kaum ein anderer geprägt. Er verkörperte deutsche Kultur. Er war ein emphatischer Redakteur und ein Meister der ersten wie der letzten Sätze. Ein Abschied.

Seine hervorstechende Eigenschaft war Neugier, ein lebhaftes Interesse an der Welt und ihrer Bewohner. Seine Lieblingsfrage lautete „Was gibt es Neues?“, und wehe dem, der am anderen Ende der Leitung (denn er telefonierte für sein Leben gern) auf diese Forderung hin nichts zu erzählen hatte!

Das Problem war natürlich, dass er selbst stets bestens informiert war, und wenn man etwa mit einer Nachricht aus dem literarischen Leben aufwartete, die älter als zehn Minuten war, winkte er schon ungeduldig ab: „Das weiß ich längst. Haben Sie denn keine anderen richtigen Neuigkeiten?“

In Wahrheit war er gar nicht darauf angewiesen, unterrichtet oder unterhalten zu werden, weil er selbst der beste Lehrer und Unterhalter war – abwechslungsreich, temperamentvoll und nie um eine Pointe verlegen. Gern begann er, kaum dass er sich gesetzt und die Runde gemustert hatte, ein Tischgespräch mit dem geradezu wohlig-grollenden Vorwurf: „Nun lassen Sie mich doch einmal ausreden!“, um zwei Stunden später seiner Tour de Force durch die Themen der Gegenwart und entlang ihres Personals vergnügt mit einer Bemerkung wie „Wo war ich stehengeblieben?“ den letzten Schliff zu geben.

Er stritt für sein Leben gern

Kein Wunder, dass ihm das Unmögliche gelang, nämlich sogar im Fernsehen als Solist zu glänzen: Eine halbe Stunde redete er in „Marcel Reich-Ranicki solo“, und verstand es, den Monolog stets kurzweilig, spannend und abwechslungsreich zu halten.
Woran lag seine Begabung zur Unterhaltung? Natürlich an seinem Witz, seinem Tempo und seiner Originalität, vor allem aber daran, dass er nicht nur immer wusste, wovon er sprach, sondern dass er zu allem eine Meinung hatte – Meinungen, die er auch dann mit einer kämpferischen Verve vertrat, wenn kein Anwesender widersprach, was im übrigen oft der Fall war und ihn durchaus zu bekümmern pflegte, denn er stritt für sein Leben gern. Doch die Gegner, die eines Streites würdig waren, wurden mit der Zeit weniger.

Marcel Reich-Ranicki belebte aber nicht allein die Kritik oder das Fernsehen, sondern in erster Linie die deutsche Literatur selbst. Seine Buchbesprechungen hatten stets eingreifenden Charakter. Wenn er lobte, so lobte er überschwänglich und hingerissen – so, dass jeder Leser seiner Artikel das betreffende Werk gleich selbst lesen wollte. Und wenn er verriss, dann derart entschieden und total, dass man wiederum wissen wollte, ob ein Buch wirklich derart miserabel sein konnte. Mit anderen Worten: Marcel Reich-Ranicki personifizierte nicht nur die Literaturkritik, sondern er stiftete gerade durch seine unbedingte Subjektivität zum Lesen an, zum Mitdenken und zum Miturteilen.

Nicht in seiner Wirkung, aber in seiner Absicht ist er dabei gern unterschätzt worden. Unter dem Vorwurf der Theoriefeindlichkeit und der Theoriefremdheit hat er gelitten. Öffentlich darauf geantwortet hat er nur ein einziges Mal, nämlich als ihm 2007 die Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität verliehen wurde – nicht polemisch, sondern lässig. Was keiner seiner Gegner begriffen habe: dass er sich immer die größte Mühe gegeben habe, „die Theoriefremdheit vorzuspielen“. Seine Arbeit sollte durch die Theorie nicht „belastet“ werden. „Ich habe das nicht erfunden. Ich habe das gelernt.“ Mit Alfred Kerr, Kurt Tucholsky und Alfred Polgar wusste er sich im Bunde in seinem Bekenntnis zum leidenschaftlichen Subjektivismus. Das war für ihn nicht nur die Pflicht, sondern auch das Privileg des Kritikers.

Die drei mächtigsten Buchstaben der literarischen Welt

Mindestens so groß wie sein Einfluss auf die Literaturkritik war sein Einfluss auf die Autoren, die ihm teils in Respekt, Bewunderung und Dankbarkeit verbunden waren, wie Heinrich Böll, Erich Kästner, Siegfried Lenz, Andrzej Szczypiorski oder Ulla Hahn, oder aber die sich ihm wutentbrannt ausgeliefert sahen, wie Günter Grass oder Martin Walser. Kalt ließ er zeitlebens niemanden. Schriftsteller saßen über ihren Manuskripten und fragten sich, was ER zu diesem Werk wohl sagen würde. Das Kürzel M.R.-R. steht seit mehr als einem halben Jahrhundert unverrückbar für die mächtigsten drei Buchstaben der literarischen Welt.

Dass es so kam, grenzte für alle außer ihm selbst an ein Wunder. Am 2.Juni 1920 in Woclawek als Sohn eines polnischen Kaufmanns und einer deutschen Jüdin geboren, kam er im Alter von neun Jahren nach Berlin, wo er bis zum Abitur die Schule besuchte, ehe ihm aufgrund seiner Abstammung das Studium verweigert wurde. Er musste zurück nach Polen und lebte von 1940 an mit seinen Eltern und den beiden älteren Geschwistern im Warschauer Getto. Niemand hat diese Zeit eindringlicher geschildert als er selbst in seiner Autobiographie „Mein Leben“, eine der eindrucksvollsten Lebensgeschichten des zwanzigsten Jahrhunderts.

Dort steht auch, wie er zusammen mit seiner Frau Teofila, liebevoll Tosia genannt, am 18. Januar 1943 aus einer der Kolonnen ausscherte, in denen Teile der jüdische Bevölkerung zum Umschlagplatz getrieben wurden, um sie von dort ins Konzentrationslager Treblinka zu deportieren. Zunächst versteckten sich beide in einem unbenutzten Haus des Judenrates, in einem Raum, dessen Tür sie mit unzähligen Büchern verbarrikadierten.

Die lebensrettenden Bücher

Die Bücher sollten Marcel Reich-Ranicki nicht nur dieses eine Mal das Leben retten. Nachdem sie aus dem Getto entkommen waren, fanden Tosia und er nach vielen verzweifelten Stationen im Juni 1943 endlich Unterschlupf bei dem Setzer Bolek und seiner Frau Genia, die Marcel Reich-Ranicki wie Scheherazade bei Laune hielt, indem er Abend für Abend Geschichten erzählte. Er erzählte den „Werther“, „Wilhelm Tell“ und den „Zerbrochenen Krug“, „Immensee“ und den „Prinz von Homburg“, aber auch Opern wie „Aida“, „La Traviata“ und „Rigoletto“. „Mein Vorrat an Themen und Geschichten war, wie sich erwies, enorm.“ Er rettete seine Frau und ihn über den Krieg.

Und mindestens noch ein weiteres Mal wies ihm die Literatur den Weg. Als er 1950 nach mehreren Jahren Tätigkeit aus dem polnischen Außenministerium sowie dem Geheimdienst entlassen wurde und wegen „ideologischer Fremdheit“ mehrere Wochen lang in einer Einzelzelle inhaftiert war, bat er seine Frau um ein Buch, und zwar um „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers: „Während der Lektüre spürte ich immer deutlicher, dass meiner Laufbahn ein fatales Missverständnis zugrunde gelegen hatte: Ich hatte geglaubt, die Politik könne meine Sache sein oder werden. Aber den Roman von Anna Seghers lesend, begriff ich, dass mich die Literatur ungleich mehr interessierte als alles andere.“

Nach der jahrelangen Erfahrung von Lebensgefahr und vollständiger Unbehaustheit durfte man ihm nicht mit Heimat, Glaube oder Ewigkeit kommen. Selbstvergewisserung, oder, wie er es nannte „Kräftezuwachs“, fand er in Literatur und Musik. Vielleicht weil ihm Deutschland als Heimat nichts, die deutschsprachige Kultur hingegen alles bedeutete, empfand er keinen Widerwillen gegen das Land, das die Judenvernichtung betrieben hatte und in dem er sich dennoch in den späten fünfziger Jahren niederließ.

Der Koffer, die Schreibmaschine und die Bibliothek im Kopf

Seine Frau Teofila wäre vielleicht lieber in Großbritannien geblieben, wo er 1948 und 1949 als polnischer Konsul stationiert war und wo sein Sohn Andrew geboren wurde, doch für ihn bestand kein Zweifel daran, dass er dort hingehörte, wo Deutsch gesprochen und geschrieben wurde. Er trage sein Vaterland mit sich, sagte er, Heinrich Heine zitierend, und meinte damit, dass ihm die Nationalsozialisten alles nehmen konnten, aber nicht die Liebe zur deutschen Literatur, zum Theater und zur Musik.
Im Juli 1958 kehrte Marcel Reich-Ranicki von einer Studienreise in die Bundesrepublik nicht nach Polen zurück.

Sein Gepäck bestand aus einem Koffer, einer Schreibmaschine und einer gigantischen Bibliothek im Kopf, seiner „Zauberhöhle“, wie Jorge Luis Borges diesen Fundus eines Kritikers einmal genannt hat. 1959 ließ er sich mit seiner Familie in Hamburg nieder, wo er von 1960 an für die Wochenzeitung „Die Zeit“ Literaturkritiken verfasste und sich rasch auch im Ausland einen Namen als Kenner der deutschen Literatur machte.

Und doch war es ein Neuanfang, als der frischberufene Herausgeber Joachim Fest ihn 1973 mitnahm zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Denn wenngleich Reich-Ranicki sich in etwas mehr als einem Jahrzehnt mit für ihn typischer Geschwindigkeit und Nachdruck als einer der wichtigsten Kritiker etabliert hatte, so hatte er doch bis dahin von zu Hause aus gearbeitet. Nun wechselte sein Forum von der „Zeit“ zur F.A.Z. – mit dem Unterschied, dass er hier Literaturchef war.

In der Redaktion war er in seinem Element

Wie sich herausstellte, war er in der Redaktion in seinem eigentlichen Element. Denn nicht nur das Verfassen eigener Texte, sondern auch das Redigieren anderer und die Erziehung von Rezensenten lag ihm in einem Maße, das ihn nicht nur zum legendären Literaturchef, sondern auch zum Vollblut-Redakteur machte. Die Diskussionen in den Konferenzen, die Plazierung von Besprechungen, das genaue Wissen um Wirkung und darum, wie sie sich erzielen lässt – all das entsprach seinem Temperament und bereitete ihm kolossales Vergnügen. Nicht nur unter den Schriftstellern entdeckte er zahlreiche Talente, deren Namen er groß machte, sondern ebenso unter den Rezensenten. Bis heute schreiben Autoren, die er zur Zeitung geholt hat, wie Walter Hinck, Wulf Segebrecht, Peter von Matt und Harald Hartung, im Literaturblatt.

Die von ihm vermittelten Grundsätze lauteten: Mut zum eindeutigen Urteil, unbedingte Verständlichkeit und bloß nie langweilig oder erwartbar sein. Seine Qualitäten waren ebenjene, die er einst an seinem Kollegen und Gefährten Joachim Kaiser rühmte: Er wollte immer zunächst einmal und auf jeden Fall verstanden werden, und um das zu erreichen, scheute er gelegentlich nicht die Wiederholung. Ein menschenfreundlicher Kritiker, der es sich selbst schwer machte, damit es seine Leser leicht haben – das war Marcel Reich-Ranicki. Darin folgte er seinem großen Idol Goethe, dem vielleicht einzigen Autor, dem er sich mit einer gewissen Scheu näherte.

Der enorme Erfolg des „Literarischen Quartetts“

Was er einmal über Goethe sagte, gilt auch für ihn selbst: Es sei nie sein Ehrgeiz oder seine Absicht gewesen, dem Volk, den Menschen, dem Ganzen zu nützen oder gar zu dienen. „Keine Idee hat er im Sinn gehabt. Er wollte vielmehr nur sein Ich ausdrücken.“
In diesem Sinn war auch „Das Literarische Quartett“, das von 1988 bis 2001 im ZDF Fernseh- und Literaturgeschichte zugleich schrieb, nur das weithin sichtbare Tüpfelchen auf dem i, was seine ungeheure Begabung und anhaltende Lust am Disput anging. Ihren durchschlagenden Erfolg und ihren Einfluss auf den Buchmarkt verdankte die Sendung vor allem Reich-Ranickis Temperament und seiner Gabe zum pointierten Argument.

Immer wieder konnte man beobachten, wie verblüfft Menschen waren, die ihn vom Bildschirm kannten, wenn sie Marcel Reich-Ranicki live erlebten. „Der ist ja genau so wie im Fernsehen“, hieß es dann regelmäßig erstaunt. Dabei war genau dieses ungehemmte, ungebremste und ungefilterte Er-selbst-Sein sein Markenzeichen. Ob als schreibender oder als sprechender Kritiker: Marcel Reich-Ranicki spielte keine Rollen, warf sich nicht in Pose, hatte bei allem Monumentalen überhaupt nie etwas Starres. Er war er selbst, und als solcher stets raumgreifender und lebensgrößer als alle anderen Anwesenden zusammengenommen, das Publikum vor der Mattscheibe eingeschlossen.

Wohin er auch kam, bildete sich eine ehrfürchtige Gasse; so müssen seine Besuche auf der Frankfurter Buchmesse legendär gewesen sein, bei denen sich in geziemendem Abstand ein Gefolge bildete, das darauf erpicht war, seine Kommentare zu vernehmen, ohne indes in die unmittelbare Gefahrenzone zu geraten und sich eine seiner blitzartigen Bemerkung zu fangen. Dass dieser Mann Bücher nach eigenem Bekunden niemals im Bett oder auf dem Sofa las, sondern stets aufrecht am Schreibtisch sitzend, war nur folgerichtig.

Eine nationale Institution

Am Schreibtisch traf man ihn eigentlich immer und überdies stets im Anzug an. Nachdem es im Getto überlebenswichtig gewesen war, sauber und anständig auszusehen, hatte er die dort angenommene Gewohnheit, sich zwei Mal am Tag zu rasieren, auch später beibehalten. Schlampigkeit verachtete er, in der Kunst wie im Leben. Doch die bemerkenswerte Weichheit seiner Hände strafte den Eindruck von Unerbittlichkeit, den seine Urteile vermittelten, Lügen.

Dass er deutsche Geschichte verkörperte, war ihm bewusst. Er hat die unendlichen Ehrungen, Weihungen und Verneigungen, die ihm im Laufe seines langen Lebens und Wirkens zuteil wurden, mit der Würde und dem Selbstverständnis eines Königs ohne Land, eben einer nationalen Institution, entgegengenommen, auch wenn er wusste, dass sich darin mitunter auch der Versuch einer Wiedergutmachung von Verbrechen spiegelte, die durch nichts wieder gut zu machen sind.

„Über Ruhestörer – Juden in der deutschen Literatur“ (1973) lautet der Titel eines seiner wichtigsten Bücher, das sich ebenso wie „Die Anwälte der Literatur“ (1994) mit seinem Lebensthema beschäftigt: der Rolle des Außenseiters, in der er sich auch als ebenso gefürchteter wie geschmähter Kritiker oft wiederfand. Er sträubte sich nicht dagegen, sondern nahm auch jene Weihen, die er in Form von literarischen Anschlägen über sich ergehen lassen musste, mit Gelassenheit hin.

Sein Lieblingskind, die „Frankfurter Anthologie“

Ebenso wird er für immer der einzige Literaturkritiker sein, der selbst mit über neunzig Jahren in der Öffentlichkeit noch von einer Generation erkannt und um ein Autogramm gebeten wird, die zwar nicht einmal mehr in der Schule Schillers „Räuber“ oder Goethes „Werther“ liest, aber für die der Name Marcel Reich-Ranicki eine Marke ist. Neben derartigem Ruhm verblasst fast die Liste seiner sämtlichen Ehrungen, Preise, Orden, Honorarprofessuren oder Ehrendoktorwürden.

Wahre Freude und echten Kummer wusste er vor Zuschauern wie Freunden meist zu verbergen, doch der immense Erfolg von „Mein Leben“, seit dem ersten Erscheinen 1999 eine der meistgelesenen deutschsprachigen Autobiographien, machte ihn wohl glücklicher als alle seine anderen Triumphe. Von den unzähligen Projekten, die er anstieß und zum Gelingen führte, war sein eindeutiges Lieblingskind die „Frankfurter Anthologie“.

Begonnen 1974, als er gerade Literaturchef dieser Zeitung geworden war, und zunächst von vielen als versponnene Idee belächelt, hat ihr Gründer und bis zuletzt betreuender Redakteur in fast vierzig Jahren die umfangreichste Sammlung von Gedichten und Interpretationen der deutschen Literaturgeschichte zusammengetragen. Unter seinen zahlreichen eigenen Publikationen hingegen lag ihm vor allem der – leider seit Jahren nicht mehr lieferbare – Kanon von Dramen, Erzählungen, Essays, Gedichten und Romanen am Herzen. Auch dahinter ließ sich die Bescheidenheit dieses so oft als eitel gescholtenen Kritikers erkennen: Wenn die Menschen ihn lasen, war das natürlich gut, aber noch besser war es, wenn sie die Literatur selbst zur Hand nahmen.

In der Lyrik waren seine Lieblinge Goethe, Heine und Brecht, auf der Bühne Shakespeare, Lessing und Kleist, und als Erzähler ging ihm nichts über Thomas Mann. Über Ernst Jünger fühlte er sich „berufen zu schweigen“. Weniger bekannt hingegen ist, wie tief musikalisch er war. In seinem hohen Alter, und zumal nach dem Tod seiner geliebten Frau Tosia im April 2011, nach fast siebzig gemeinsam verbrachten Jahren, traf man ihn zuhause keineswegs in Stille an, sondern fast immer beim konzentrierten Hören von Musik.

In all seinen Tausenden von Kritiken, Reden und Texten war er ein Meister der ersten wie der letzten Sätze. Und so soll er auch heute, am traurigen Tag seines Abschieds, wie immer das letzte Wort behalten: „Kritik ohne Liebe und ohne Begeisterung ist schädlich, mehr noch: Es ist ein Widerspruch in sich selbst. Denn Musik und Literatur, Film und Theater – was ist das eigentlich? Doch nichts anderes, nicht mehr und auch nicht weniger als ein Spiel, ein tief ernstes und ganz heiteres, ein herrliches Spiel, ein Gleichnis vom menschlichen Streben und Leiden, von unserem Glück und Unglück.“

Quelle: FAZ.NET
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