FAZ plus ArtikelFreenet-Aufsichtsrätin

Sind Sie jungen Männern ein Vorbild?

Von Anne Ameri-Siemens
14.06.2021
, 06:09
Fränzi Kühne, Aufsichtsrätin bei Freenet, hat in ihrem Buch viele der Fragen, die ihr in Interviews gerne gestellt werden, anderen Aufsichtsräten gestellt: Männern. Die allerdings fanden diese Fragen oft völlig absurd. Ein Gespräch.

Fränzi Kühne, 1983 geboren, wurde im Alter von 34 Jahren Deutschlands jüngste Aufsichtsrätin bei dem Telekommunikationsunternehmen Freenet. Zuvor war sie Mitgründerin der ersten Social-Media-Agentur Deutschlands und hat seither mitgeprägt, wie Digitalisierung, Social Media, neue Geschäftsmodelle und Organisationsformen in Deutschland diskutiert und gestaltet werden. Ihre Agentur TLGG konnte schon nach kurzer Zeit Bundesministerien und Dax-Unternehmen wie Volkswagen, Bayer oder Eon als Kunden gewinnen. 2015 verkauften Fränzi Kühne und die beiden anderen Gründer die Agentur an das US-Unternehmen Omnicom. Bis 2020 blieb sie in der Geschäftsführung. Heute ist sie Autorin und Beraterin, Mitglied des AllBright-Stiftungsrates sowie Ko-Initiatorin der Kampagne „Ohne Frauen. Ohne Uns.“

Seit der Berufung in den Aufsichtsrat von Freenet wurden an Fränzi Kühne Fragen gerichtet, die Männern in dieser Position nicht gestellt werden. Das wollte sie in ihrem gerade erschienenen Buch „Was Männer nie gefragt werden. Ich frage trotzdem mal“ ändern und hat mit Heiko Maas, Gregor Gysi, Ole von Beust, Joe Kaeser, dem Investor Frank Thelen, Jörg Eigendorf, dem Konzernsprecher der Deutschen Bank oder dem Verleger der Berliner Zeitung, Holger Friedrich, über Familienverantwortung und Vorbildfunktion gesprochen.

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Quelle: F.A.S.
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