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FAZ plus ArtikelMiddelhoff im Gespräch

„Es war die Gier nach Anerkennung“

Von Rainer Schmidt
Aktualisiert am 18.08.2019
 - 12:32
Thomas Middelhoff beim Gespräch über sein neues Buch „Schuldig“ in Hamburg
Thomas Middelhoff war Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann und galt als „Wunderkind“ der Wirtschaft. Dann kam der Absturz: Steuerhinterziehung, Haft, Privatinsolvenz. Jetzt bekennt sich der gestürzte Manager: „Schuldig“

Herr Middelhoff, Sie haben in relativ kurzer Zeit zwei Bücher geschrieben. Warum und für wen? Ist es der Kampf um das Image? Eine Art Selbsttherapie? Oder, jetzt mit „Schuldig“, die öffentliche Beichte des gläubigen Katholiken?

Das erste Buch war eine Traumabewältigung, die Festnahme direkt im Gerichtssaal, vor den Augen meiner Familie, war ein tiefer Einschnitt in meinem Leben. In „Schuldig“ forsche ich jetzt nach den Ursachen meines Scheiterns: Was habe ich falsch gemacht? Und ich will Jüngeren zeigen, welche Fehler sie vermeiden sollten. Manager oder Politiker sprechen zu selten selbstkritisch über ihre Fehler. Ich denke, das ist falsch.

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Thomas Middelhoff: „Schuldig. Vom Scheitern und Wiederaufstehen“, Adeo Verlag, 208 Seiten, 22 Euro

Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Schmidt, Rainer
Rainer Schmidt
Verantwortlicher Redakteur Frankfurter Allgemeine Quarterly.
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