FAZ plus ArtikelE-Musik in der Krise

Hat sich die Neue Musik erledigt?

Von Max Nyffeler
11.08.2022
, 11:44
Die Gründungsriege der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik 1922. Mit dabei: Paul Hindemith (5. von links), Ethel Smyth (direkt neben ihm), Anton von Webern (3. von rechts) und Egon Wellesz (hinten links neben Webern).
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Seit hundert Jahren reden wir von „Neuer Musik“. Inzwischen verdrängt der Pragmatismus des Zeitgenössischen die Idee des Fortschritts. Zugleich wird die politische Agitation immer stärker.
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Am 11. August 1922 trafen sich im Obergeschoss des Café Bazar in Salzburg zehn Herren, um über die Zukunft der Musik zu beraten: Für neue Werke, die bei dem noch auf spätromantische Klänge fixierten Publikum kein Gehör fanden, sollte eine dauerhafte, über alle Ländergrenzen hinweg verlässliche Lebensgrundlage geschaffen werden.

Die Runde bestand aus Komponisten, Musikfachleuten und dem Mäzen Werner Reinhart; Initiatoren der Zusammenkunft waren zwei Wiener: der Komponist und Musikwissenschaftler Egon Wellesz und Rudolf Réti, Komponist und Verlagsangestellter. Diese hatten auch die Internationalen Kammermusikaufführungen Salzburg organisiert, bei denen an den Tagen davor über zwanzig Komponisten von Béla Bartók über Anton Webern bis Paul Hindemith und Arthur Honegger sowie als einzige Frau die Engländerin Ethel Smyth persönlich anwesend waren.

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