FAZ plus ArtikelBayreuther Festspiele

Ein Stinkefinger fürs um Deutung bemühte Publikum

Von Jan Brachmann
06.08.2022
, 17:49
Sinnblind den Faden verloren: Stephanie Müther (links, 2. Norn) und Kelly God (3. Norn) am Beginn der „Götterdämmerung“.
Abschied von der Lesbarkeit der Welt: Nach der „Götterdämmerung“ entlädt sich in Bayreuth der geballte Hass des Publikums auf Valentin Schwarz, den Regisseur des neuen „Rings“. Doch dieses Fiasko erzählt viel über unsere Situation.
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Eine Hinrichtung, nichts sonst: Das Publikum im Festspielhaus von Bayreuth geißelt und köpft akustisch das Regieteam von Valentin Schwarz, dessen Bühnenbildner Andrea Cozzi und den Kostümschöpfer Andy Besuch durch Buhrufe, Pfiffe und Flüche.

Die Luft brennt nach dieser „Götterdämmerung“, die den neuen „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner abschließt. Einer der wenigen Schwarz-Anhänger in Reihe 19 kann sich nicht durchsetzen mit seinem „Bravo“. Die Frau dahinter buht ihn nieder. Er schleudert ihr entgegen: „Halt’s Maul, du dumme Tussi!“ Anzeigendrohungen werden gewechselt.

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