FAZ plus ArtikelFilm-Messe Avant Première

Die Musik spielt trotzdem weiter!

Von Max Nyffeler
23.02.2021
, 21:56
Mag die Corona-Pandemie die einzelnen Künstler auch hart treffen, das Geschäft mit der digital und visuell verbreiteten Klassik boomt nach wie vor. Die Musikfilm-Messe Avant Première strotzt vor Aufbruchsgeist und Optimismus.

Im dritten Stock des Hotels am Potsdamer Platz Berlin, wo stets im Februar die Avant Première mit neuen Musikfilmen stattfindet, gibt es neben dem Kinosaal ein Foyer, von dem Insider sagen, hier träfen sich jedes Jahr die Vertreter von drei Vierteln des weltweiten Produktionskapitals, um bei Kaffee, Mineralwasser und Snacks ihre nächsten Deals einzufädeln. Diesmal gab es allerdings weder direkte Gespräche noch Snacks. Dafür konnte man sich nun im virtuellen „Vienna Coffee House“ zum Gespräch treffen, denn abgewickelt wurde die viertägige Fachmesse über das Online-Portal des in Wien beheimateten Internationalen Musik- und Medienzentrums (IMZ), das in normalen Zeiten auch die Live-Tagung in Berlin plant und organisiert. Ein Verlust war das kaum, da die Inhalte ohnehin nur auf Leinwand oder Bildschirm zu sehen sind.

Die für eine Fachmesse unverzichtbare Kommunikation unter den Teilnehmern funktionierte problemlos, über die Kontinente hinweg kam sogar ein Wir-Gefühl auf. Die Moderatorinnen des IMZ verscheuchten die im Hintergrund lauernde Corona-Trübsal mit Wiener Charme und hielten den anspruchsvollen Zeitplan auf die Minute genau ein, was bei den rund sechzig Showreels mit einigen hundert Neuproduktionen aus Klassik, Ballett und Jazz ein kleines Kunststück war.

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