FAZ plus ArtikelDiversität an der Pariser Oper

Schwanensee verbieten?

Von Marc Zitzmann, Paris
11.02.2021
, 13:15
Mehr Diversität im Ballett? Gastspiel in der Jahrhunderthalle Höchst.
Spät, aber gründlich: Die Pariser Oper stellt ihren Bericht zu Rassismus und Diversität vor. Es ist nicht der Abschluss, sondern der Beginn eines Prozesses.
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Später als andere Musikbühnen und Ballettensembles befasst sich die Opéra national de Paris mit dem Problemkomplex „ethnische Vielfalt“. Spät, aber gründlich: Auf Wunsch seines neuen Intendanten, Alexander Neef, hat das größte Opernhaus der Welt einen „Rapport sur la diversité“ in Auftrag gegeben. Der 66 Seiten starke Bericht wurde am Montag den Medien vorgestellt und ist auf der Website der Pariser Nationaloper abrufbar. Seine Autoren, Constance Rivière und Pap Ndiaye, haben Gespräche mit rund vierzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses sowie mit gut fünfzig auswärtigen Sachverständigen geführt.

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Ausgangspunkt war ein Manifest „über die Rassenfrage an der Pariser Nationaloper“, das elf farbige Mitglieder des Balletts, des Chors sowie des Vereins der Opernfreunde letzten Sommer aufgesetzt hatten. Der durch dreihundert der tausendfünfhundert Angestellten des Hauses unterzeichnete Text legt den Finger auf einige wunde Punkte und formuliert Vorschläge zur Abhilfe. Der jetzt veröffentlichte Bericht ist vom selben konstruktiven, unverkrampften Geist beseelt wie das Manifest, systematisiert aber dessen Ansatz.

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