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FAZ plus ArtikelBeethovens Geburtstag

Ode an ein revolutionäres Genie

Von Jan Brachmann
 - 22:18
Immer noch der am meisten gespielte klassische Komponist: Ludwig van Beethoven.

Nein, Ludwig van Beethoven war kein „Rebell“, kein Kämpfer auf den Barrikaden der musikalischen Revolution, kein rückhaltloser Anwalt der Demokratie, schon gar nicht einsam und zu Lebzeiten unverstanden. Aber er war eine einzigartige Figur, deren Wirkung bis heute andauert, jemand, der die sozialen und künstlerischen Umbrüche seiner Zeit erkannte und mitzugestalten wusste, der rechte Mann zur rechten Zeit am rechten Ort, jemand, ohne den unser Musikleben heute nicht so wäre, wie es ist.

Beethoven wurde am 17. Dezember 1770 in der Bonner Remigiuskirche getauft, vermutlich war er einen Tag zuvor zur Welt gekommen. Sein Vater sang als Tenor am Hof des Kurfürsten von Köln, der in Bonn residierte, sein Großvater diente als Hofkapellmeister demselben Herrn. Beethoven selbst wuchs in ein Leben als Hofbediensteter hinein, spielte Orgel und Bratsche als Angestellter seines Fürsten und erfuhr von diesem Förderung: Maximilian Franz, ein aufgeklärter, liberal gesinnter Bruder des Wiener Reformkaisers Joseph II., schickte den knapp zweiundzwanzigjährigen Beethoven nämlich im November 1792 selbst nach Wien, damit sein Landeskind bei Joseph Haydn studieren konnte, um später in die Heimat zurückzukehren und dieser Ehre zu machen.

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Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

Einen Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, das unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier steht, bietet die Website www.bthvn2020.de. Über diese können auch Eintrittskarten gebucht werden. Das aus den Konsonanten des Namens des Dirigenten gebildete Akronym BTHVN soll auf ihn als Tonkünstler, Humanist, Visionär und Naturfreund verweisen.
Zu den Höhepunkten der Feiern gehören die „Fidelio“-Premiere unter der Regie von Christoph Waltz im Theater an der Wien (16. März), die Fahrt des „Beethovenfrachters“ von Bonn nach Wien vom 12. bis zum 19. April, der „Beethoven-Marathon“ der Berliner Philharmoniker (25./26. April), ein Konzert zu Ehren Beethovens von Kraftwerk im Bonner Hofgarten (16. Mai), die Präsentation des globalen Street-Dance-Projekts „Beethoven Moves“ am 22./23. August in Bonn, das von den Vereinten Nationen initiierte weltweite „Beethoven Pastoral Project“, für das Künstler aus aller Welt die „Pastorale“ spielen, rund 2500 Hauskonzerte in ganz Deutschland am 14./15. Dezember, das Beethoven-Bürgerfest in Bonn (14. August), ein Beethoven-Rundgang in Bonn und Umgebung (Mitte Oktober bis Ende Dezember), „Bye Bye BTHVN“ im Konzerthaus Berlin (18. Dezember) und das Silvesterkonzert von Concerto Brandenburg in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Woche
Autorenporträt / Brachmann, Jan
Jan Brachmann
Redakteur im Feuilleton.
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