FAZ plus ArtikelKölner Kirchenkampf

Legionäre Woelkis

EIN KOMMENTAR Von Patrick Bahners
10.08.2022
, 20:46
Kardinaltugend Mut, Signalfarbe Rot: Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki am 9. Juni 2021 vor einem Firmgottesdienst in Düsseldorf.
Warum sollte ein Kardinal um sein Überleben fürchten? Der Ton in den Auseinandersetzungen im Erzbistum Köln wird immer bedrohlicher. Auf der Seite der Anhänger des Erzbischofs werden jetzt schon unchristliche Rachephantasien ausgemalt.
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­Wenn der Papst einem neuen Kardinal das Birett aufsetzt, erläutert er ihm, warum diese Kopfbedeckung rot ist. Die Farbe ist ein Zeichen der Bereitschaft, mit Mut zu handeln, bis zum Vergießen des eigenen Blutes, für das Wachstum des christlichen Glaubens, den Frieden und die Ruhe des Volkes Gottes und die Freiheit der heiligen römischen Kirche.

Man möchte glauben, dass ein Kardinal, der Erzbischof von Köln ist, die spezielle standesbezogene Selbstvergewisserung beim Blick in den Ankleidespiegel nicht nötig hätte. Denn in der Kölner Kirche ist die Verdichtung der Spuren dafür besonders groß, dass das Zeugnis des eigenen Blutes der ursprüngliche Kraftquell des christlichen Glaubens ist.

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Autorenporträt / Bahners, Patrick
Patrick Bahners
Feuilletonkorrespondent in Köln und zuständig für „Geisteswissenschaften“.
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