FAZ plus ArtikelBußtag für immer

Genf verbietet die Werbung

Von Jürg Altwegg
21.09.2021
, 07:06
Jean Calvin, den die Deutschen Johannes nennen, gemalt von einem unbekannten Meister
Der Puritanismus hat eine große Tradition in Genf, seit der Reformator Calvin hier eine Tugenddiktatur errichtete. Jetzt verbietet die Stadt die Werbung im öffentlichen Raum.

Genf soll zur werbefreien Stadt werden: „Zéro pub“. So hat es das Parlament beschlossen. Es will Werbung, die zum Konsum verführt und der Verschwendung Vorschub leistet, verbieten. Den „privatisierten öffentlichen Raum“, den die Stadt dem Mammon ausgeliefert hat, „befreien“ und „zurückerobern“.

Es sind die Worte des sozialistischen Stadtrats Pascal Holenweger in der Lokalzeitung: „Wir reden von der Einschränkung des Einflusses der merkantilen Werbung auf die Menschen, die ihr nicht entgehen können.“

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