FAZ plus ArtikelGespräch mit einem Dissidenten

Wie ein Taucher, der an die Luft will

Von Paul Ingendaay
30.07.2021
, 14:55
Zerstörung an den wenigen Dingen, die da sind: Nach den Protesten gegen das Regime in Havanna vor gut vierzehn Tagen
Im Juli ist der Protest der Bevölkerung gegen das kubanische Regime eskaliert. Die Gewalt gegen die Opposition auch. Seitdem lebt der Schriftsteller Ángel Santiesteban im Versteck.

Vor gut zwei Wochen haben spontane Proteste gegen die wirtschaftliche und soziale Misere auf Kuba im ganzen Land zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Zivilgesellschaft geführt. Zahlreiche Verhaftungen und Sanktionen gegen Regimegegner, aber auch Repressalien gegen Jugendliche, die sich in der Nähe der Proteste befanden, waren die Folge. Während die USA gegen Menschenrechtsverletzungen protestieren, hat Russland an den alten Verbündeten Lebensmittel und Medikamente geliefert. Inzwischen üben allerdings auch legendäre kubanische Liedermacher wie Silvio Rodríguez und Pablo Milanés, die sich nie vom Regime abgewandt hatten, vorsichtige Kritik an der staatlichen Repression und drängen auf Öffnung. Der Schriftsteller und Dissident Ángel Santiesteban, der bereits mehrere Jahre im Gefängnis verbracht hat, ist seit den Ereignissen dieses Monats untergetaucht. Wir sprachen mit ihm am Telefon.

Beschreiben Sie doch einmal Ihr täg­liches Leben seit Ihrem Untertauchen nach den Massenprotesten in Havanna und anderen Städten vor mehr als zwei Wochen. Finden Sie Ruhe zum Lesen? Schreiben Sie?

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Ingendaay Paul
Paul Ingendaay
Europa-Korrespondent des Feuilletons in Berlin.
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