FAZ plus ArtikelGenderdebatte über Jesus

Ein Kind ist uns geboren, eine Person ist uns geschenkt

Von Helmut Hoping
Aktualisiert am 29.11.2020
 - 09:43
Frohe Genderweihnachten wünschen Greser und Lenz
Der Knabe in der Krippe gerät in die Mühlen der Genderdebatte: Wie lässt sich Weihnachten geschlechtergerecht feiern?

Als kürzlich Erzbischof Stefan Heße von Hamburg erklärte, Christus sei Mensch, aber nicht Mann geworden, da machte er sich eine Lesart der Menschwerdung Gottes zu eigen, mit der sich prominente Theologinnen im Vorfeld des Gesprächsprojekts „Synodaler Weg“ in verschiedenen Medien zu Wort gemeldet hatten, um ihrer Forderung nach mehr Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche Nachdruck zu verleihen.

Das Mannsein Jesu sei erlösungstheologisch nicht von Belang, weshalb für die Frage des Frauenpriestertums darauf auch nicht Bezug genommen werden könne, so Johanna Rahner (Tübingen), die die deutschen Bischöfe in Glaubensfragen berät, und Dorothea Sattler (Mün-ster), die mit dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode das Synodalforum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ leitet. Auch Bode, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, sowie Bischof Michael Gerber von Fulda haben die Formel der beiden Theologinnen übernommen.

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Quelle: F.A.Z.
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