FAZ plus ArtikelInterview zu Belarus

„Dieser Gewalt kann man nur Liebe und Schwäche entgegensetzen“

Von Kerstin Holm
25.08.2020
, 07:54
Was soll man mit so einem Protest anfangen? Demonstration in Minsk vor zehn Tagen
Video
Der brutalen Gewalt des autoritären Staates in Belarus ist nur mit Liebe beizukommen: Der Schriftsteller Viktor Martinowitsch über kritische Literatur, oppositionelle Frauen und eine neue Technologie des Protests.
ANZEIGE

Am Wochenende ließ der bedrängte Aleksandr Lukaschenka seinen Palast von der Armee abriegeln und trat mit Sturmgewehr auf. Wie sicher ist er sich der Loyalität seines Gewaltapparats?

Ich weiß nicht, ob er bereit wäre, auf unbewaffnete friedliche Menschen zu schießen. Was während der vergangenen Tage und Wochen geschah, war ja kaum ein Protest, es gab keine zerschlagene Scheibe, keinen verbrannten Reifen, keine Steinwürfe auf Polizisten. Es war eher eine Demonstration, dass es uns gibt, dass wir die Mehrheit sind; dass wir bei den Wahlen betrogen wurden und dass die Betrüger so tun, als gäbe es uns nicht.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Der Schriftsteller Viktor Martinowitsch, Jahrgang 1977, lebt in Minsk und lehrt Kunstgeschichte an der Europäischen Geisteswissenschaftlichen Universität in Vilnius. Auf Deutsch erschien zuletzt sein Roman „Mova“ (2016).

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Holm, Kerstin
Kerstin Holm
Redakteurin im Feuilleton.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Bildungsmarkt
Alles rund um das Thema Bildung
Sprachkurs
Verbessern Sie Ihr Englisch
Sprachkurs
Lernen Sie Französisch
EBook
E-Book-Reader im Test
Baufinanzierung
Erhalten Sie Ihren Bauzins in 3 Minuten
ANZEIGE