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International Leadership Award

Simon-Wiesenthal-Zentrum ehrt Souad Mekhennet

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Souad Mekhennet im vergangenen Jahr bei der Verleihung des Ludwig-Börne-Preises in der Frankfurter Paulskirche.

Die deutsche Journalistin Souad Mekhennet wird vom Simon-Wiesenthal-Zentrum mit dem „International Leadership Award“ ausgezeichnet. Damit würdige man unter anderem ihre Berichterstattung über den Arabischen Frühling und über islamistischen Terrorismus. Souad Mekhennet sei zudem die erste Persönlichkeit mit muslimischen Wurzeln, die eine zentrale Rolle bei der Suche nach einem NS-Kriegsverbrecher gespielt habe.

Die vielfach preisgekrönte Journalistin, die unter anderem den Börne-Preis erhielt, hatte recherchiert, dass der 1992 verstorbene SS-Arzt Aribert Heim nach Kairo geflohen war, wo er als Tarek Hussein Farid unter falschem Namen lebte. Heim hatte im Konzentrationslager Mauthausen Häftlinge gequält und ermordet. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum würdigte, dass Mekhennet unter Lebensgefahr die Aktentasche Heims aus Ägypten geschmuggelt habe. Mit den darin enthaltenen Dokumenten habe man beweisen können, dass es sich bei Farid tatsächlich um Heim handelte.

Souad Mekhennet sagte, der Holocaust-Überlebende Simon Wiesenthal habe „„bis an sein Lebensende dafür gekämpft, die Täter des größten Verbrechens des 20. Jahrhunderts zur Verantwortung zu ziehen. Er hat uns gelehrt, dass es ohne die ehrliche Aufarbeitung keine gerechte und menschliche Gesellschaft geben kann“. Sie begreife den Preis als Ansporn, „weiterhin umfassend über die Menschen zu berichten, die aus Hass auf andere Menschengruppen zu Tätern werden“. Die gebürtige Frankfurterin, die auch für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung „geschrieben hat, arbeitet heute für die „Washington Post“ mit dem Schwerpunkt nationale Sicherheit.

Ihre Suche nach dem NS-Kriegsverbrecher Heim hatte sie gemeinsam mit Koautor Nikolas Kulisch in dem Buch „Dr. Tod: Die lange Jagd nach dem meistgesuchten NS-Verbrecher“ festgehalten.

Quelle: F.A.Z.
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