FAZ plus ArtikelSchach und Sexismus

„Es gibt biologische Faktoren, es gibt Testosteron“

Von Anna Prizkau
12.07.2021
, 07:28
Die deutsche Großmeisterin Elisabeth Pähtz
Sie streitet für Gleichberechtigung im Schachsport, betont Unterschiede zwischen den Geschlechtern und will bald aufhören: eine Begegnung auf dem See mit der Großmeisterin Elisabeth Pähtz.

Erst kommt Helene Fischer, dann Viktor Zoi. Die deutsche Schlagerheldin singt von dem Atem, der ihr fehlt, und der russische Rockheld über das Klopfen an der Tür und das der Herzen. Elisabeth Pähtz schaut hoch zum Blau des Himmels über Brandenburg, und ihre Lippen bewegen sich mal lautlos und mal leise zur Musik. Sie singt und spricht auch Russisch.

Russisch lernte die andere, falsche, berühmtere Elizabeth im „Damengambit“ auch. Elisabeth Pähtz ist wie Elizabeth Harmon Schachspielerin, ist Profi. Harmon kennen selbst die, die kein Schach spielen können, haben sie auf Netflix gesehen oder über sie im Buch gelesen, der Vorlage zur Serie, von Walter Tevis, das jetzt auf Deutsch erschienen ist. Sie ist ein Waisenkind, lernt Schach vom Hausmeister in einem Keller, wird immer besser, besiegt bald jeden. Am Ende und im Kalten Krieg fliegt sie nach Moskau, spielt gegen einen sowjetischen Weltmeister.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Prizkau, Anna
Anna Prizkau
Redakteurin im Feuilleton.
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