FAZ plus ArtikelStadt, Land, Klischee

Tickt eine Zeitbombe in Deutschlands stillen Winkeln?

Von Uwe Ebbinghaus
12.05.2022
, 17:10
Windkraft polarisiert die Gesellschaft - wem kann sie zugemutet werden?
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Der Gegensatz von urbanem und ländlichem Raum sollte schon vieles erklären, nicht nur den Erfolg von Trump und Le Pen. Aber gilt die These von der abgehängten Peripherie auch für uns?
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Was ist „das Land“? Ein berechtigter Sehnsuchtsort für Städter, eine Energiequelle, bevölkert von empfindsamen Bäumen (Peter Wohlleben) und namentlich bekannten Nachbarn – oder doch eher ein Energieleck, ein Grab für Pendlerpauschalen und Eigenheimprämien, eine Domäne der abgehängten Fortschrittsbremser, der „Gelbwesten“, Brexiteers, Anhänger von Orban, Trump, PiS, Putin und AfD? Über diese Fragen kann man lange streiten, sie liefern immer neue Munition für Stadt-Land-Konflikte, die in Zukunft nach Meinung vieler Experten noch zunehmen werden.

Auch in der Kunst und der Unterhaltung scheinen die versöhnlichen Bilder vom Land auf dem Rückzug zu sein. War vor Jahren noch eine Flut von Dorfromanen zu verzeichnen, in denen Städter die Vorzüge des einfachen Lebens auf dem Land entdeckten – zu Beginn der Corona-Krise ging dieser Trend in eine echte Stadtflucht über –, setzt einer der größten Pandemie-Gewinner, die Streamingplattform Netflix, auf eine Art Gegenprogramm: Stadt-Land-Konflikte bis zum blutigen Ende.

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