FAZ plus ArtikelImpfgerechtigkeit

Wie das globale Impfstoff-Wissen das Ende der Pandemie beeinflusst

Von Nico Stehr
30.04.2021
, 06:06
Impfen im ostafrikanischen Land Malawi.
Die Impfgerechtigkeit weltweit steht auf dem Spiel. Die Patentregeln behindern die schnelle Überwindung der Krise. Wie bei der Klimakrise geht es um Lebensschutz.
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Nur wenige Staaten oder Menschen im Süden der Welt sehen sich in der Lage, die Monopolpreise für innovative Medikamente der in den wohlhabenden Gesellschaften ansässigen großen Unternehmen zu stemmen. Die Preise übersteigen die Produktionskosten der Medikamente häufig um ein Vielfaches. Für den Ökonomen ist dies ein Hinweis auf Marktineffizienz oder auf unverdientes Einkommen; für den Patienten kann es aber eine Frage von Leben oder Tod sein.

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Die Wissenschaftszeitschrift „Nature“ bezog sich jüngst in einem Leitartikel darauf, dass rund 100 Länder, angeführt von Indien und Südafrika, die anderen Mitglieder der Welthandelsorganisation aufgefordert haben, einer zeitlich begrenzten Aufhebung der mit Covid-19 verbundenen Rechte am geistigen Eigentum (IP-Rechte) zuzustimmen. Die wichtigsten Impfstofflieferanten, so argumentieren sie, sollten ihr Wissen teilen, damit mehr Länder mit der Produktion von Impfstoffen für ihre eigene Bevölkerung und für die einkommensschwächsten Nationen beginnen können.

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