FAZ plus ArtikelAbbruch ins Ungewisse

Warum die Planung von Theatern so schwierig ist

Von Matthias Alexander und Hubert Spiegel
29.06.2021
, 11:59
Abriss wahrscheinlich: Die Zeichen für die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf stehen auf Neubau.
In Deutschland werden etliche Bühnengebäude für sehr viel Geld saniert oder neu gebaut. Zugleich gibt es ambitionierte, aber vage Ideen, wie das Theater der Zukunft aussehen könnte.
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Welches Theater braucht das Land in den nächsten Jahrzehnten? Wer stellt die Weichen, trifft die Entscheidungen? Sind es die Intendanten, die Architekten, die Kulturpolitiker, die Kämmerer? Für die öffentliche Hand geht es nicht nur um sehr viel Geld, sondern auch um Fragen des kulturellen Selbstverständnisses. Beides ruft nach Partizipation der Bürgergesellschaft. Aber auch das wirft Fragen auf: Wie viel Mitspracherecht hat das Publikum, und wie verschafft es sich Kompetenz und Gehör in einer derart komplexen Debatte?

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Theaterbauten sind teuer, im Bau wie im Unterhalt. Rechnet man nur die geschätzten Kosten für die dreizehn größten Neubau- und Sanierungsvorhaben zusammen, die derzeit in Deutschland im Bau oder in der Planung sind, kommt man auf die Summe von etwa fünf Milliarden Euro. Für weniger als hundert Millionen ist die Generalsanierung auch von kleineren Drei-Sparten-Häusern offenbar nicht mehr zu haben, die großen Häuser kratzen längst an der Grenze zur Milliarde, wie unsere heutige Übersicht über ein gutes Dutzend aktueller Projekte zeigt.

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Quelle: F.A.Z.
Matthias Alexander - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Matthias Alexander
Stellvertretender Ressortleiter im Feuilleton.
Autorenporträt / Spiegel, Hubert
Hubert Spiegel
Redakteur im Feuilleton.
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