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FAZ plus ArtikelDie Vermögensfrage

Wird Mutter zum Pflegefall, droht der Verlust des Hauses

Von Hanno Mußler
 - 07:32
Auch wenn die Gartenarbeit immer schwerer fällt, wollen viele Senioren ihr Haus nicht aufgeben. Aber die Kinder können helfen und später profitieren.

Immobilienbesitzer müssen an vieles denken, auch an die Vermögensübertragung an Familienangehörige. Vor zehn Wochen haben wir hier am Fall einer Mutter und ihres Sohnes gezeigt, wie die Mutter als Witwe durch Schenken des Familienheimes schon zu Lebzeiten ihrem Sohn Erbschaftsteuer hätte ersparen können. Denn alle zehn Jahre kann der Erbschaft- beziehungsweise Schenkungssteuerfreibetrag der Kinder von 400.000 Euro abermals genutzt werden. Es gibt neben der Steuerersparnis noch einen weiteren Grund, warum es sich für Eltern lohnen kann, Vermögen wie ein Eigenheim schon sehr frühzeitig zu Lebzeiten zu verschenken, also mit dem Volksmund mit „warmer Hand“ an die Kinder zu vererben: Wer zum Pflegefall wird, kann sein Vermögen einschließlich Eigenheim verlieren.

Stellen wir uns vor, eine Witwe, nennen wir sie Renate, wohnt im eigenen Haus und wird plötzlich zum Pflegefall. Renates Rente und die Zuschüsse der Pflegeversicherung reichen schnell nicht aus, um die Heimkosten zu decken. Ein Pflegeheimplatz in Deutschland kostet schließlich im Monat durchschnittlich 3000 Euro, die regionalen Unterschiede sind allerdings groß. Für die Pflegekosten gibt es einen Zuschuss der Pflegekasse, die anderen Kosten werden von der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht übernommen. Anfang 2018 mussten Pflegebedürftige für die Unterbringung in Pflegeheimen im Durchschnitt selbst 1751 Euro je Monat zahlen, wie Daten der Pflegedatenbank des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen zeigen. Nehmen wir an, dass unsere im Rheinland beheimatete Renate satte 2500 Euro zu ihrem Pflegeheimplatz beisteuern muss. Außerdem muss Renate natürlich Essen und Trinken, und ab und zu braucht sie neue Kleidung. Da kommen schnell 3000 Euro im Monat, also 36.000 Euro im Jahr zusammen. Das heißt: Renate muss ihre Ersparnisse angreifen. Das geht nicht nur ins Bargeld.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Mussler, Hanno
Hanno Mußler
Redakteur in der Wirtschaft.
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