FAZ plus ArtikelChristoph Mäckler wird 70

Prediger der schönen Stadt

Von Falk Jaeger
17.04.2021
, 13:05
Mit seinem Ideal einer „Rematerialisierung der Moderne“ forderte er eine Rückbesinnung auf die Sinnlichkeit: Zum siebzigsten Geburtstag des Architekten Christoph Mäckler.

War es Neigung, war es Gespür? Christoph Mäckler hat schon während des Architekturstudiums die entscheidenden, für ihn richtigen Mentoren gefunden und bei ihnen gelernt und gearbeitet. Bei Gottfried Böhm erlebte er die Wertschätzung des handwerklich bearbeiteten Materials und den künstlerischen Ansatz, bei Oswald Mathias Ungers die rationalistische Architektursprache und das Anschauungsbeispiel eines kompromisslosen, unbeugsamen Überzeugungstäters.

Zumindest zu Beginn seiner Karriere war für Mäckler der stärkste Antrieb sein dominanter Vater, von dem er sich emanzipieren musste. Hermann Mäckler war von 1936 bis 1945 Mitarbeiter von Herbert Rimpl beim Bau von Rüstungsbetrieben. Nach dem Krieg engagierte er sich im Wiederaufbau Frankfurts und im Kirchenbau. Sein Hauptwerk war das zwischen 1970 und 1972 entstandene Terminal1 des Rhein-Main-Flughafens. Und spätestens am heutigen Airport ist der Emanzipationsprozess abgeschlossen, denn Sohn Christoph ist derzeit mit dem Pendant auf der anderen Seite der Start- und-Lande-Bahnen befasst, dem Bau des Terminals 3.

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