Vor der Inauguration

Facebook blockiert Veranstaltungen im Umkreis des Kapitols

16.01.2021
, 13:10
Da sich Einladungen zu Protestveranstaltungen in gewalttätiger Sprache häuften, hat Facebook seine Richtlinien bis zum Inaugurationstag weiter verschärft. Auch Airbnb beschränkt sein Angebot.

In einem Blogbeitrag vom Freitag erklärt Facebook, seine Nutzer bis zum Tag der Amtseinführung Joe Bidens am kommenden Mittwoch von der Einladung zu Veranstaltungen in der Nähe des Kapitols, des Weißen Hauses und anderer staatlicher Gebäude abzuhalten. Das Unternehmen gibt in der Mitteilung weiter bekannt, auch bereits gepostete Veranstaltungshinweise daraufhin zu überprüfen, ob sie den Richtlinien des Sozialen Netzwerks entsprächen. Andernfalls würden sie entfernt, das gelte auch für Accounts außerhalb der Vereinigten Staaten. Damit will das Unternehmen seine Nutzer davon abhalten, Facebook-Angebote zu nutzen, „um zu Gewalttaten anzustiften“.

Andy Stone, Policy Communications Manager des Unternehmens machte diese Ankündigung auch auf Twitter. Zuvor hatte Facebook bereits erklärt, weiterhin Inhalte zu entfernen, die die Formulierung „stop the steal” enthalten und Nutzer, die wiederholt gegen Richtlinien verstoßen haben, von der Veröffentlichung von Livevideos, neuer Seiten und Bildung neuer Gruppen abzuhalten.

Seit den Ausschreitungen vom 6. Januar hat Facebook nach eigenen Angaben eine Zunahme von Posts verzeichnet, die in gewaltsamer Sprache zu Protestveranstaltungen einluden. Die Facebook-Seite des amtierenden Präsidenten Donald Trump war schon am Tag der Ausschreitungen bis mindestens zum Inaugurationstag gesperrt worden.

Neben Facebook versuchen auch andere Plattformen Vorfälle am Tag der Inauguration zu verhindern. So hat Airbnb alle Reservierungen in der DC-Metro-Area für die Woche der Amtseinführung blockiert oder storniert. Dauerhaft gesperrt wurden bekannte Teilnehmer an den Ausschreitungen im Kapitol. Je nach Lage der Dinge will Facebook mit weiteren Maßnahmen auf die Situation im Umfeld des Inaugurationstages reagieren.

Quelle: uweb./Bloomberg
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