<iframe src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelGermany’s Next Topmodel

Den Schrott willst du gucken?

 - 09:19
zur Bildergalerie

Man kann sagen, dass ich Expertin bin. Ich habe vor zwölf Jahren die erste Staffel „Germany’s Next Topmodel“ gesehen, dann die nächste und wieder die nächste. Ich habe mit einer Mischung aus Kopfschütteln und heimlicher Faszination zugeschaut, mit bestimmten Mädchen mitgefiebert, über andere gelästert. Ich habe Karrieren verfolgt, die im Sande verliefen, für ein Interview die Gewinnerin der dritten Staffel getroffen, die jetzt zwei Kinder hat und als Steuerfachgehilfin arbeitet. Ich habe Juroren kommen und gehen sehen, habe mich in Artikeln über Heidi Klum lustig gemacht, dann habe ich sie wieder dafür bewundert, was sie als deutsches Mädchen im Land des Entertainments erreicht hat. Ich bin Fan und Kritikerin in einem. 2015 bin ich ausgestiegen. Ich leide unter Ermüdungserscheinungen, kann die immer gleichen Dialoge über Walks, Challenges, Catwalk-Training, „tu, was der Kunde will“, nicht mehr hören. Die Einschätzung der Jury langweilt mich zu Tode, das Grinsen von Thomas Hayo nervt, die Stimme von Heidi auch, kurz: Ich bin am Ende mit GNTM.

Dachte ich. Vielleicht ist es eine Ironie des Schicksals, dass meine Tochter im gleichen Jahr geboren wurde, in dem GNTM startete. 2006. Jetzt ist sie elf Jahre alt, und seit vergangenem Jahr ist GNTM für sie wie ein Softeis garniert mit Smarties, dazu noch ganz viel Sahne. Supersüß, superverboten, superspannend.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

FAZ.NET komplett

: Neu

F.A.Z. Digital

F.A.Z. Premium

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.S.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenHeidi KlumBerlin