FAZ plus ArtikelSchulstart in Corona-Zeiten

Das Ende der großen Pause

Von Matthias Wyssuwa, Rostock und Schwerin
Aktualisiert am 03.08.2020
 - 06:06
Kontrolle an jedem Ort: Vorbereitungen auf der Jungs-Toilettezur Bildergalerie
Im Nordosten beginnt die Schule wieder. Es ist ein Experiment: Sind alle auf den Unterricht in Pandemiezeiten vorbereitet? Besuch in einem Rostocker Gymnasium.

Ines Gottwald läuft durch die leeren Gänge ihrer Schule um zu zeigen, wie gut sie sich vorbereitet haben. Das Innerstädtische Gymnasium ist eine Institution in Rostock, ein wuchtiger Bau im Herzen der Hansestadt. Ines Gottwald zeigt Zettel an Wänden und Türen, die dazu ermahnen rechts im Flur zu gehen, und jene, auf denen die Hygieneregeln stehen. Sie zeigt die Toiletten, in denen mit Plastiktüten das zweite Waschbecken, und bei den Jungs das zweite Urinal abgeklebt ist, damit man sich nicht zu nahe kommt. Ines Gottwald unterrichtet Englisch und Religion. Sie sagt, sie sei sehr froh, dass die Schüler endlich wiederkämen. Dass sie ihre neunte Klasse wieder in einem Raum habe. An diesem Montag ist es soweit. Angst hat sie nicht. Sie spricht aber von Unsicherheiten: Wie genau wird es laufen? Und was passiert, wenn Menschen erkranken?

Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem die Sommerferien vorbei sind und die Schulen ihre Türen öffnen. Am Donnerstag geht es dann in Hamburg los, in der nächsten Woche kommen weitere Länder hinzu. Wie gelingt es, die Schulen nach Schließung und Wochen des eingeschränkten Betriebs vor den Ferien wieder hochzufahren? Es ist der Versuch eines Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen, es ist ein Experiment. Ob es ein Erfolg wird, hängt aber nicht nur von den Schulen ab.

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Quelle: F.A.Z.
Matthias Wyssuwa - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Matthias Wyssuwa
Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.
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