Missbrauchsvorwürfe

Geoffrey Rush gewinnt Verleumdungsklage

11.04.2019
, 14:29
Der Australische Schauspieler Geoffrey Rush nach der Verhandlung am Obersten Gericht in Sydney.
Der australische „Daily Telegraph“ muss Rush 540.000 Euro Schadenersatz zahlen. Die Missbrauchsvorwürfe einer Schauspielerin fand das Gericht widersprüchlich.
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Der australische Oscar-Preisträger Geoffrey Rush (67)
hat nach einem Zeitungsbericht über die angebliche sexuelle Belästigung einer Schauspielerin umgerechnet 540.000 Euro Schadenersatz zugesprochen bekommen. Ein Gericht in Sydney urteilte am Donnerstag, dass der australische „Daily Telegraph“ 2017 nicht mit der erforderlichen Sorgfalt gearbeitet habe. Der zuständige Richter Michael Wigney sprach von „rücksichtlosem und unverantwortlichem Sensationsjournalismus der übelsten Art“.

Die Missbrauchsvorwürfe der Schauspielerin Eryn Jean Norvill bezeichnete der Richter als widersprüchlich. Sie sei "zuweilen anfällig für Übertreibungen und Ausschmückungen". Wigney kündigte an, über weitere Entschädigungszahlungen an Rush wegen entgangener Einkünfte werde er zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

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Das Blatt hatte unter Berufung auf Norvill behauptet, dass Rush die Schauspielerin 2015 während einer Theaterproduktion von „König Lear“ sexuell belästigt habe. Er selbst bestreitet die Vorwürfe. Rush hatte 1997 für seine Rolle in „Shine – Der Weg ins Licht“ den Oscar als bester Hauptdarsteller gewonnen. Mehrfach war er nominiert, zum Beispiel für „Shakespeare In Love“ und „The King's Speech“. Bekannt ist Rush auch durch „Fluch der Karibik“. Nach dem Erfolg vor Gericht sagte er: „Es gibt in diesem Fall keine Gewinner. Das war extrem peinlich für alle Beteiligten.“

Quelle: dpa/AFP
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