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Interview-Reihe „Auf ein Wort“

Der gesamte Stoff auf einen Schlag

Von Amin Ferris Wagner
 - 07:35

F.A.Z.: Was liegt an diese Woche?

Petros Panagopoulos: Ich muss lernen, die Prüfungsphase liegt vor mir. Es stehen Klausuren in Wirtschaftswissenschaften, Mathematik und Sozialwissenschaften an.

Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

Mich interessiert die Vielfalt der Fächer, mit denen wir uns als Ernährungs- und Haushaltswissenschaftler beschäftigen. Außerdem ist es spannend, die verschiedenen Abläufe im Körper zu verstehen. Was passiert im Menschen, wenn er krank ist, wie verdauen wir?

Und was stört Sie?

Wiederum die Vielfalt. Dadurch, dass wir so viele Fächer kennenlernen, ist es kaum möglich, sich in etwas zu vertiefen. Deswegen möchte ich gerne ein Masterstudium machen.

Was wollten Sie Ihrem Unipräsidenten schon immer mal sagen?

Es gibt zu viel Frontalunterricht. Nach vier Stunden Vorlesung jede Woche wird am Ende des Semesters der gesamte Stoff auf einen Schlag abgefragt. Das führt dazu, dass man 20 Tage nach dem Prüfungstermin schon wieder alles vergessen hat.

Ihr Lieblingsort in der Universität?

Die „Cubar“, eine Cafeteria an der Bibliothek. Dort kann man günstigen Kaffee trinken und trifft Kommilitonen.

Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

Auf den Campus der Naturwissenschaften. Dort muss ich aber für Vorlesungen in Ernährungswissenschaft hin. Das Gebäude, in dem ich Vorlesung habe, hat eine schreckliche Architektur.

Wo ist in der Universität der beste Ort zum Flirten?

Der Universitätsplatz vor dem Hauptgebäude. Wenn es warm ist, treffen sich dort abends bis zu 100 Leute.

Wie wohnen Sie?

Ich wohne in einem Wohnheim des Studentenwerks in einem Einzelzimmer. Das Bad und die Küche teile ich mir mit 13 Personen.

Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

Ich arbeite als studentischer Betreuer für internationale Studenten und für das Studentenwerk.

Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

In die Stadt, in ein Café oder auf den Marktplatz. Ein spezieller Ort ist das „Döner-Dreieck“, dort kann man an mehreren Dönerläden essen oder in eine Kneipe gehen.

Was gefällt Ihnen an Gießen, was nicht?

Gießen ist eine kleine Studentenstadt, ich fühle mich hier zu Hause. Es ist schön, dass man spontan Menschen auf der Straße trifft, die man kennt. Mir gefällt wiederum nicht, dass es wegen der geringen Größe der Stadt nicht besonders viele verschiedene Partymöglichkeiten und Kinos gibt.

Was wollen Sie nach dem Studium machen?

Ich würde mich gerne als Ernährungsberater selbständig machen.

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Petros Panagopoulos, 23 Jahre, Universität Gießen, 6. Semester Ökotrophologie

Aufgezeichnet von Amin Ferris Wagner

Quelle: F.A.Z.
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