Chadwick Boseman

„Black Panther“-Darsteller stirbt mit 43 Jahren

29.08.2020
, 05:21
Als Superheld wurde er weltbekannt. In seiner ersten großen Rolle hatte er eine afroamerikanische Legende verkörpert. Nun ist Chadwick Boseman einem Krebsleiden erlegen.

Der amerikanische Schauspieler Chadwick Boseman, Hauptdarsteller in dem erfolgreichen Superhelden-Film „Black Panther“, ist mit 43 Jahren gestorben. In einem Beitrag auf Bosemans Social-Media-Kanälen hieß es in der Nacht auf diesen Samstag im Namen der Familie, bei ihm sei 2016 Darmkrebs diagnostiziert worden, gegen den er vier Jahre lang gekämpft habe.

„Es war die große Ehre seiner Karriere, König T’Challa in Black Panther zum Leben zu erwecken“, hieß es in der Mitteilung. „Er ist zu Hause gestorben, mit seiner Frau und Familie an seiner Seite.“ Das Sprecherteam von Boseman bestätigte dem Filmblatt „Variety“ den Tod des Schauspielers.

Viermal „Black Panther“

Boseman wurde weltweit bekannt als Marvel-Superheld „Black Panther“, den er zwischen 2016 und 2019 in vier extrem erfolgreichen Filmen verkörperte. Die Hauptrolle hatte er in dem gleichnamigen „Black Panther“, der im Februar 2018 in die Kinos kam und weltweit mehr als eine Milliarde Dollar in die Kinokassen spülte. Es war der erste Superheldenfilm mit fast ausschließlich schwarzen Akteuren vor und hinter der Kamera.

In der Öffentlichkeit sprach er nicht über seine Krankheit, stattdessen setzte er in Hollywood seine Arbeit an großen Filmprojekten fort. Boseman habe als „wahrer Kämpfer alles durchgestanden“ und während und zwischen seinen zahlreichen Operationen und Chemotherapien die Dreharbeiten fortgesetzt, teilte seine Familie mit.

Der 1976 in South Carolina geborene Schauspieler hatte seinen Durchbruch 2013 mit der Hauptrolle in dem Film „42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende“. Darin spielt Boseman Baseball-Ikone Jackie Robinson, den ersten Afroamerikaner in der Profiliga MLB. In „Get on Up“ spielte er ein Jahr später den „Godfather of Soul“, Sänger James Brown (1933-2006).

Zuletzt veröffentlicht wurde „Da 5 Bloods“ von Regisseur Spike Lee über vier Veteranen, die nach Vietnam zurückkehren. Boseman verkörpert in Rückblenden ihren Anführer, dessen Grab sie suchen.

Für das Jahr 2022 war eine Fortsetzung von „Black Panther“ geplant“.

Bosemans früher Tod erschütterte nicht nur Hollywood. „Die wahre Kraft von Chadwick Boseman war größer als alles, was wir auf der Leinwand gesehen haben“, schrieb der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, bei Twitter. Mit seinen Rollen habe Boseman „ganze Generationen inspiriert und ihnen gezeigt, dass sie alles sein können – sogar Superhelden.“

Die amerikanische Bürgerrechtsorganisation NAACP erklärte, Boseman haben allen gezeigt, „wie man Widrigkeiten mit Würde durchsteht“. Der Marvel-Verlag erklärte bei Twitter: „Unsere Herzen sind gebrochen und unsere Gedanken sind bei Chadwick Bosemans Familie. Dein Vermächtnis wird für immer weiterleben.“

Oscar-Preisträgerin Brie Larson postete auf Twitter ein gebrochenes rotes Herz. „Du wirst vermisst und niemals vergessen“, schrieb die „Captain Marvel“-Darstellerin. Schauspieler Mark Ruffalo, der den Marvel-Helden Hulk spielte, schrieb: „Bruder, du warst einer der Größten aller Zeiten und deine Größe hatte gerade erst begonnen.“

In seiner letzten Social-Media-Botschaft vom 12. August hatte Boseman die Vizepräsidentschafts-Kandidatin der Demokraten, Kamala Harris, unterstützt und zur Stimmabgabe bei der Wahl im November aufgerufen.

Quelle: FAZ.NET/AFP/dpa
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