Deutscher Filmpreis

Drama „Lieber Thomas“ gewinnt Goldene Lola

24.06.2022
, 22:27
Goldene Lola für den „Lieben Thomas“: Produzent Till Derenbach freut sich über die Auszeichnung für das Drama in der Kategorie „Bester Spielfilm“.
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Gleich neun Auszeichnungen gewinnt der Film über das Leben des Schriftstellers Thomas Barsch. Während der Veranstaltung in Berlin erinnern Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Wladimir Klitschko auch an den Ukrainekrieg.
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Beim Deutschen Filmpreis hat das Drama „Lieber Thomas“ neun Auszeichnungen gewonnen, darunter die Goldene Lola für den besten Spielfilm. Regisseur Andreas Kleinert erzählt darin vom Leben des Schriftstellers Thomas Brasch (1945-2001). Der Film wurde unter anderem für Regie und Drehbuch ausgezeichnet, wie die Deutsche Filmakademie am Freitagabend in Berlin bekannt gab.

Albrecht Schuch, der den Thomas spielt, wurde als bester Hauptdarsteller geehrt. Der 36-Jährige gewann damit nach „Systemsprenger“ und „Berlin Alexanderplatz“ seine dritte Lola. Schauspielerin Jella Haase wurde für ihre Leistung in „Lieber Thomas“ als beste Nebendarstellerin geehrt.

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Zwei Schauspielpreise wurden auch für Leistungen im Drama „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ vergeben: Meltem Kaptan wurde als beste Hauptdarstellerin geehrt, Alexander Scheer für die beste männliche Nebenrolle. Der Film von Andreas Dresen gewann zudem eine Lola in Silber, die Auszeichnung in Bronze ging an „Große Freiheit“.

© Wild Bunch Germany

Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung in der Branche. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt rund drei Millionen Euro für neue Projekte verbunden. Das Geld stammt aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne).

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Die rund 2100 Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmten über viele der Preisträgerinnen und Preisträger ab. Für den besten Spielfilm waren insgesamt sechs Produktionen nominiert – neben „Lieber Thomas“, „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ und „Große Freiheit“ waren die Komödie „Contra“, der Episodenfilm „Wunderschön“ und das Drama „Spencer“ vorgeschlagen.

Der Kameramann Jürgen Jürges erhielt einen Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film. Er hat mit Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder („Angst essen Seele auf“), Michael Haneke („Funny Games“) und Uli Edel („Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) zusammengearbeitet.

Der Kinderfilm „Die Schule der magischen Tiere“ wurde als besucherstärkster Film ausgezeichnet. Bester Dokumentarfilm wurde „The Other Side of the River“, bester Kinderfilm „Der Pfad“. Der Bernd-Eichinger-Preis ging an Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach von der Berliner Produktionsfirma Komplizen Film.

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Rund 1700 Menschen waren zur Preisverleihung am Berliner Messegelände eingeladen. Während des Abends wurde mehrfach an den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erinnert. Wladimir Klitschko schickte eine Videobotschaft. Auch Kulturstaatsministerin Roth erinnerte an den Krieg. Moderiert wurde der Abend von Katrin Bauerfeind.

Quelle: dpa
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