Mit 88 Jahren

Schauspieler Jean-Paul Belmondo gestorben

06.09.2021
, 16:43
Der französische Schauspielstar Jean-Paul Belmondo im Jahr 2016
Belmondo war eines der Gesichter der französischen Nouvelle Vague und drehte im Laufe seiner Karriere rund 80 Filme und spielte mehr als vierzig Theaterrollen. Nun ist der Schauspieler mit 88 Jahren gestorben.
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Der französische Schauspielstar Jean-Paul Belmondo ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Belmondo starb am Montag in Paris, wie sein Anwalt Michel Godest der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Belmondo war eines der Gesichter der französischen Nouvelle Vague, spielte während seiner langen Karriere aber auch in zahlreichen Komödien- und Actionfilmen mit. Seit einem Schlaganfall 2001 war er körperlich geschwächt. „Er war seit einiger Zeit sehr müde“, sagte sein Anwalt. „Er ist ruhig gestorben.“

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Die Schauspiellegende wirkte während seiner Karriere in rund achtzig Kinofilmen mit und spielte mehr als vierzig Theaterrollen. Belmondo, von seinen französischen Fans „Bébel“ genannt, wurde vor allem als Antiheld bekannt. In zahlreichen Werken spielte er Draufgänger und Gangster. In den sechziger Jahren galt er als Aushängeschild des „Nouvelle Vague“-Kinos und als Symbol für Rebellion und Anarchismus. Er war Teil einer neuen Generation von Filmstars, die keine schönen Helden mehr waren.

Den Durchbruch zum Kinostar hatte er mit 26 Jahren in Jean-Luc Godards „Außer Atem“ gefeiert. Später drehten sie gemeinsam die Dreiecksgeschichte „Eine Frau ist eine Frau“. Zu den größten Kassenhits mit Belmondo zählt auch „Abenteuer in Rio“ von Philippe de Broca über einen jungen Soldaten auf der Suche nach seiner entführten Freundin.

Geboren wurde Belmondo am 9. April 1933 im schicken Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine. Sein Vater Paul, dessen Familie aus Sizilien stammte, war ein bekannter Pariser Bildhauer, seine Mutter eine Tänzerin. Als Kind galt Jean-Paul als besonders undiszipliniert. Er wechselte mehrmals die Schule und entdeckte als Gymnasiast den Boxsport. Er bestritt mehrere Kämpfe, bevor er sich dazu entschloss, Schauspieler zu werden.

Quelle: dpa/AFP
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