FAZ plus ArtikelJüdische Ritualbäder

Technische und architektonische Meisterwerke

Von Wolfram Ahlers
22.11.2021
, 07:18
Treppe zum jüdischen Bad: Die mittelalterliche Mikwe in Friedberg ist noch vollständig erhalten.
Peter Seidel zeigt im Wetterau-Museum Fotos jüdischer Ritualbäder in Europa. Begonnen hat sein Interesse an den Mikwen auch in Friedberg. Er will vor allem den Orten ein Stück Würde wiedergeben.
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Nun ist die Schau dort angekommen, wo das Projekt seinen Anfang genommen hatte. In Friedberg, genauer im Wetterau-Museum, zeigt der Frankfurter Fotograf Peter Seidel seine Ausstellung mit dem Titel „Ganz rein!“, bei der er sich mit seinen Kameras aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit der Geschichte und Architektur jüdischer Ritualbäder auseinandersetzt. Denn es war die aus dem 13. Jahrhundert stammende Mikwe in der früheren Wetterauer Reichsstadt, die sozusagen als Auslöser fungierte. Das monumentale mittelalterliche Bauwerk beeindruckte ihn so sehr, dass er beschloss, sich – ausgehend von Friedberg – mit der Vielfalt von Mikwen zu beschäftigen.

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Fast zwei Jahrzehnte ist Seidel immer wieder auf Exkursion gewesen, hat in vielen Regionen Deutschlands, in Österreich, Frankreich, Italien und Spanien mit seinen Aufnahmen eine Dokumentation europäischer Mikwen erstellt. Nachdem die Ausstellung in den vergangenen Jahren im In- und Ausland Besucher anlockte, ist sie in Friedberg als Beitrag zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zu besichtigen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Ahlers Wolfram (was.)
Wolfram Ahlers
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.
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