Sohn des Präsidenten

Besteht Korruptionsrisiko, wenn Hunter Biden seine Kunst verkauft?

24.07.2021
, 12:51
Hunter Biden Ende Mai beim Verlassen des Präsidentehubschraubers.
Hunter Biden, der Sohn des amerikanischen Präsidenten, malt und verkauft seine Bilder. Ob das ein Korruptionsrisiko darstelle, wird das Weiße Haus gefragt. Die Antwort fällt ausweichend aus.

Die künstlerische Tätigkeit von Hunter Biden, dem Sohn des amerikanischen Präsidenten, hat die Presseabteilung des Weißen Hauses in Erklärungsnot gebracht. Die Sprecherin von Präsident Joe Biden, Jen Psaki, hatte am Freitag Schwierigkeiten, Bedenken auszuräumen, dass der Verkauf von Hunter Bidens Gemälden ein Korruptionsrisiko darstelle.

Der Geschäftsmann, Anwalt und Hobby-Maler Hunter Biden hatte zuletzt begonnen, seine Werke in der New Yorker Georges-Berges-Gallerie auszustellen und auch zum Kauf anzubieten. Medienbericht zufolge könnten die Gemälde für bis zu einer halben Millionen Dollar veräußert werden. Kritiker warnen, dass Geschäftsleute oder andere die Kunst lediglich erstehen könnten, um sich Einfluss im Weißen Haus zu verschaffen.

Das Büro von Präsident Biden hatte darauf mit der Ankündigung „angemessener Sicherheitsvorkehrungen„ reagiert: Bei Ausstellungen von Hunter Bidens Werken werde „der Verkauf seiner Kunst durch den Galeristen erfolgen und die Namen und Personen werden vertraulich behandelt“, sagte Psaki Anfang Juli.

Das würde den Käufer der Gemälde jedoch nicht davon abhalten, Hunter Biden persönlich wissen zu lassen, dass er seine Kunst erstanden habe. Nach dieser Möglichkeit gefragt sagte Psaki lediglich, dass strenge Regeln gelten werden. „Er wird es nicht nicht wissen. Er wird nicht wissen, wer seine Kunst kauft.“ Hunter Biden ist eines der Lieblingsangriffsziele des ehemaligen Präsidenten Donald Trump. Im Wahlkampf 2020 hatte der damalige Amtsinhaber wiederholt die wirschaftlichen Interessen des Sohnes seines Herausforderers in der Ukraine und in China hervorgehoben. Gegen den 51-Jährigen Hunter Binden laufen zudem Ermittlungen wegen Steuervergehen.

Quelle: FAZ.NET mit AFP
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